Über den Weinbergen erhebt sich die Burgruine Staufen weithin sichtbar über der Stadt. Der ehemalige Sitz der Freiherren von Staufen ist heute ein kostenloses Ziel für einen kurzen Aufstieg und eine weite Aussicht. Von oben schaust du auf das historische Städtchen, das Markgräflerland und die Rheinebene. Bei klarer Sicht bilden die Vogesen den fernen Horizont.
Die Burg wurde 1248 erstmals urkundlich erwähnt. Im Dreißigjährigen Krieg zerstörte ein Brand im Jahr 1633 die Anlage. Ihre Ruinenmauern bewahren bis heute den Eindruck einer Herrschaft, die eng mit der Geschichte Staufens verbunden war. Auch der Magier Faust gehört zu den Erzählungen der Stadt: Die Freiherren holten ihn als Goldmacher nach Staufen.
Der Reiz des Besuchs liegt im Zusammenspiel von Gemäuer und Landschaft. Unterhalb der Mauern liegen die Weinberge, dahinter öffnet sich der Blick über den Ort und die Ebene. Schon während des Aufstiegs verändert sich die Perspektive. Wenn du den Besuch mit einem Stadtbummel verbindest, kannst du die Dächer und Gassen erst von oben betrachten und anschließend aus der Nähe entdecken.
Der Zugang erfolgt zu Fuß über die Sixtgasse oder Auf dem Rempart. Parke unterhalb der Burg und rechne mit einem ansteigenden Weg; die Ruine ist kein Ziel für eine direkte Autoanfahrt bis an die Mauern. Für den Aufstieg nennt die Besucherinformation etwa 15 Minuten. Wähle passende Schuhe und bleibe auf den freigegebenen Wegen. Örtliche Absperrungen und Hinweise haben bei Arbeiten am historischen Gemäuer Vorrang.