Die Gaisau liegt im Tiroler Inntal zwischen Hatting, Inzing und Pettnau direkt am Inn. Das rund 27 Hektar große Naturschutzgebiet wurde im Jahr 2009 unter Schutz gestellt. Es ist eines der kleineren Schutzgebiete des Landes, hat aber eine große ökologische Bedeutung.
Auf engem Raum findest du Fischteiche, kleine Gewässer, Feuchtwiesen, Schilfbereiche und Reste eines Auwalds. Diese Vielfalt ist im dicht besiedelten Inntal selten geworden und bietet vielen Tier- und Pflanzenarten einen Rückzugsort. Besonders die Vogelwelt ist beeindruckend: Hier brüten, rasten und überwintern zahlreiche Arten, darunter Kleinspecht, Pirol und Rohrammer.
Im Frühling leuchten auf den Feuchtwiesen die violetten Blüten der Sibirischen Schwertlilie. Auch Amphibien und Insekten fühlen sich in der Gaisau wohl. Spaziergänge rund um das Gebiet laden dazu ein, die Natur zu erleben und Tiere zu beobachten.
Damit der Lebensraum erhalten bleibt, werden die Feuchtwiesen und Gewässer regelmäßig gepflegt. Bitte bleib auf den Wegen, stör die Tiere nicht und nimm deinen Müll wieder mit.
Dein Besuch
Plane deinen Zugang über die öffentlichen Wege am Inn und informiere dich bei den beteiligten Gemeinden über die örtliche Orientierung. Das Schutzgebiet verteilt sich auf mehrere Gemeinden; es gibt hier keinen einheitlichen Museumseingang oder einen frei nutzbaren Freizeitpark.
Bleibe auf den erlaubten Wegen und beachte die Beschilderung. Betritt keine Feuchtwiesen, Schilfflächen oder Uferbereiche abseits der Wege. Ein Fernglas ermöglicht Beobachtungen mit Abstand, ohne Brutvögel zu stören. Verzichte auf Füttern, laute Musik und das Pflücken von Pflanzen. Die Teiche sind Lebensräume und kein ausgewiesenes Badeangebot. So lässt sich die Auenlandschaft erleben, während ihre empfindlichen Rückzugsorte geschützt bleiben.
Bildnachweis
Bild: Lydia Bongartz / Land Tirol. Bildquelle. Nutzung mit der für All Active bestätigten Freigabe.