Marchegg ist ein Familienziel für alle, die draußen genau hinschauen möchten. Hinter dem Schloss beginnt das Auenreservat mit alten Bäumen, Wiesen und ausgewiesenen Rundwegen. Das Storchenhaus hilft bei der Orientierung. Je nach Jahreszeit stehen Störche, andere Au-Bewohner oder die Spuren im Wald im Mittelpunkt. Konik-Pferde leben als Teil eines Naturschutzprojekts im Gebiet. Stadtmuseum und besondere Führungen ergänzen die Naturerlebnisse um Geschichten aus dem Ort.
Auf einen Blick
- Storchenhaus: Informationszentrum im Schloss für Tiere, Landschaft und geführte Au-Erlebnisse.
- WWF-Auenreservat: Ausgewiesene Rundwege durch Auwald und Wiesen mit Beobachtungsmöglichkeiten.
- Konik-Pferde: Halbwilde Pferde als Teil der Landschaftspflege, aus respektvollem Abstand beobachten.
- Stadtmuseum und Spezialführungen: Einblicke in den früheren Alltag und in die Geschichte von Schloss und Stadt.
Mit offenen Augen durch die Marchauen
Beginnt beim Storchenhaus im Schloss Marchegg. Dort gibt es Informationen zum Reservat und zu Naturführungen. Klärt, welcher Rundweg aktuell geeignet ist und wie lange ihr mit Kindern unterwegs sein möchtet. Im Auwald sind Beobachtungspausen mindestens so interessant wie das Zurücklegen einer Strecke. Achtet auf Baumhöhlen, Vögel und die Unterschiede zwischen Wiese und Wald. Ein Fernglas ist hilfreich. Die Rundwege sind ausgewiesen; verlasst sie im Schutzgebiet nicht. Bei Hochwasser können Abschnitte unpassierbar sein, auch wenn ein älterer Wanderplan sie noch zeigt.
Die Storchenkolonie gehört zu den Besonderheiten von Marchegg. Ihre Horste liegen in alten Bäumen. Während der Brut- und Aufzuchtzeit gibt es andere Beobachtungsmöglichkeiten als im Herbst und Winter, wenn viele Störche weggezogen sind. Eine Sichtung ist kein garantierter Programmpunkt. Auch die Konik-Pferde bewegen sich frei innerhalb ihrer Weidefläche und stehen nicht immer unmittelbar am Weg. Sie helfen dabei, unterschiedliche Lebensräume offen zu halten. Beobachtet sie ruhig und mit Abstand. Die Tiere werden weder gestreichelt noch gefüttert, auch nicht mit selbst gepflücktem Gras.
Geschichte ergänzen und aktuelle Angebote wählen
Das Stadtmuseum vermittelt früheren Alltag anhand seiner Bereiche im Alten Mauthaus, in der Wagenburg und im Speicher. Werkzeuge und historische Gegenstände lassen sich zum Anlass nehmen, über Arbeit und Wohnen vor eurer eigenen Zeit zu sprechen. Der Besuch hat einen eigenen Zugang und eigene Termine. Er ist nicht automatisch möglich, nur weil im Schloss eine Veranstaltung stattfindet. Wer eine Führung wählt, stimmt die gewünschte Kombination und das Alter der Kinder mit dem Veranstalter ab. Besondere Rundgänge können Schlossgeschichte und Stadtmuseum miteinander verbinden.
Unterscheidet bei der Planung zwischen Storchenhaus, Museum, Spezialführung und der jeweiligen Schlossausstellung. Diese Angebote sind nicht gleichzusetzen. Die frühere Ausstellung im Schloss ist derzeit geschlossen; der Weg ins Reservat bleibt ein anderes Angebot. Für einen Naturtag reichen ein passender Rundweg und ein Besuch im Informationszentrum bereits aus. Nehmt Getränke, wettergerechte Kleidung und feste Schuhe mit. An feuchten Tagen sind manche Wege matschig. Mit kleinen Kindern ist ein kürzerer, bewusst gewählter Abschnitt oft ergiebiger als die vollständige Runde ohne Zeit zum Beobachten.