Die Barbarakirche in Fließ steht auf einem Plateau oberhalb des Inntals am westlichen Ortsrand. Der Neubau entstand um 1800 bis 1804, weil die alte Pfarrkirche den vielen Gläubigen nicht mehr genügte. Ihren Namen trägt sie von einer Barbarakapelle, die hier schon seit dem 14. Jahrhundert stand und im 17. Jahrhundert eine beliebte Wallfahrtsstätte war.
Den Fassadenturm auf der Talseite vollendete man erst 1817. Renoviert wurde die Kirche 1902 bis 1904, der Außenbau in den Jahren 1970 bis 1972. Am 9. Oktober 1804 weihte der Brixener Fürstbischof Karl Franz von Lodron die Kirche, die Pläne stammten vom damaligen Fließer Pfarrer Nikolaus Tolentin Schuler.
Vom Gelände der Barbarakirche führt der Pfarrer-Maaß-Besinnungsweg unterhalb von Fließ hinauf zur Pfarrkirche. Entlang seiner Stationen kannst du zur Ruhe kommen. Die Geschichte des Ortes lebt außerdem im Legendenspiel Comedia Barbara weiter, das bereits 1644 geschrieben wurde und ursprünglich westlich des Ortes aufgeführt wurde.
Dein Besuch
Der Besucherpunkt liegt bei Dorf 147. Rund um die Kirche beginnt der Pfarrer-Maaß-Besinnungsweg, der unterhalb von Fließ entlangführt und verschiedene Stationen verbindet. Wähle die Länge deines Spaziergangs nach Wetter, Zeit und Kondition; die Wege im Bergdorf können Steigungen haben. Eine Innenbesichtigung ist während zugänglicher Zeiten möglich, sofern kein Gottesdienst oder eine Feier stattfindet. Nimm Rücksicht auf Betende und auf den Friedhof. Die Barbarakirche ist von der älteren Pfarrkirche im Dorf zu unterscheiden – beide gehören zur Geschichte von Fließ.
Bildnachweis
Foto: Roman Huber / TirolWest. Bildquelle. Verwendung mit Genehmigung des Anbieters.