Boppard bietet Familien mehrere Wege, Stadtgeschichte anschaulich zu entdecken. Im Museum in der Kurfürstlichen Burg führen ein großes historisches Stadtbild und die Thonet-Sammlung in unterschiedliche Zeiten. Römische Mauern sind noch mitten in der Stadt erhalten; eine eigene kleine Ausstellung ergänzt den Rundgang. Für Bewegung und eine ruhigere Pause bieten sich die Rheinallee und der Marienberger Park an.
Auf einen Blick
- Museum in der Kurfürstlichen Burg: Das städtische Museum verbindet Burg- und Stadtgeschichte mit der Entwicklung der Thonet-Möbel und ihrer Herstellung.
- Römerkastell und Römerausstellung: Erhaltene Mauern im Stadtgebiet und eine gesonderte Ausstellung mit Funden machen die römische Vergangenheit greifbar.
- Marienberger Park: Die öffentliche Parkanlage beim ehemaligen Kloster lädt zum Schauen auf Bäume, Gartenräume und unterschiedliche Pflanzen ein.
- Rheinallee: Die Promenade am Fluss eignet sich für einen nach Lust und Ausdauer gewählten Spaziergang.
In der Burg Bilder lesen und ungewöhnliche Möbel entdecken
Im Museum in der Kurfürstlichen Burg können Kinder auf einem großen historischen Stadtbild viele Einzelheiten suchen. Häuser, Kapellen, Grenzzeichen und unterschiedliche Schiffe eröffnen einen Zugang zur Geschichte, der ohne das Lesen langer Texte auskommt. Vergleicht einzelne Ansichten mit dem heutigen Stadtbild und überlegt gemeinsam, was sich verändert hat. Weitere Ausstellungsbereiche erzählen von der Burg und dem früheren Leben in Boppard. Die Räume selbst gehören dabei schon zur Entdeckung.
Die Thonet-Sammlung zeigt Möbel und die Entwicklung einer besonderen Art, Holz in Form zu bringen. Unterschiedliche Stühle und Bauteile können einen Anlass geben, über Material, Formen und Herstellung nachzudenken. Es geht um das Anschauen und Verstehen der ausgestellten Stücke; ein Mitmachworkshop ist damit nicht automatisch verbunden. Wer eine begleitete Einführung möchte, kann über die Tourist-Information eine kombinierte Stadt- und Museumsführung anfragen. Für einen selbstständigen Besuch gelten die aktuellen Museumszeiten.
Römische Mauern, ein eigener Ausstellungsort und Wege ins Grüne
Die Überreste des Römerkastells liegen im heutigen Stadtgebiet und lassen sich in einen eigenen Rundgang einbauen. Eine ergänzende Römerausstellung befindet sich in der Karmeliterstraße, also an einem anderen Standort als das Burgmuseum. In zwei Räumen werden Funde und Zusammenhänge vorgestellt; für ausgewählte Gegenstände gibt es über QR-Codes zusätzliche Hörinformationen. Die frei zugänglichen Mauerreste und ein Besuch der Ausstellung haben unterschiedliche Zugangsbedingungen. Prüfe für die Innenräume die jeweils geltenden Besuchstage.
Für den Wechsel nach draußen bieten sich zwei verschiedene Wege an. An der Rheinallee folgt Ihr dem Fluss und könnt die Länge des Spaziergangs selbst wählen. Der Marienberger Park liegt dagegen oberhalb der Altstadt beim ehemaligen Kloster. Die öffentliche Grünanlage eignet sich für eine ruhigere Entdeckungsrunde zwischen verschiedenen Bäumen und Gartenbereichen. Der Parkbesuch ist nicht mit der längeren gleichnamigen Wanderroute gleichzusetzen. Wählt den Weg nach der verfügbaren Zeit und den Möglichkeiten der Kinder.