Im bewaldeten Linachtal steht eine Staumauer, deren offene Bogenkonstruktion sich deutlich von einer massiven Betonwand unterscheidet. Die Linachtalsperre bei Vöhrenbach ist ein seltenes technisches Denkmal und ein kostenloses Ausflugsziel. Du kannst die öffentlich zugängliche Mauerkrone und den Wasserkraftlehrpfad erkunden und dabei den Stausee mit der Geschichte der örtlichen Stromversorgung verbinden.
Die Anlage wurde von 1922 bis 1925 gebaut. Vöhrenbach wollte unabhängiger von großen Energieproduzenten werden, deren unzuverlässige Lieferungen die Wirtschaft belasteten. Die gewählte Gewölbereihenbauweise sparte Material, doch die Inflation brachte das Projekt trotzdem an den Rand des Scheiterns. Städtisches Notgeld, Holzverkäufe und große Anstrengungen ermöglichten schließlich die Fertigstellung.
Nach jahrzehntelangem Betrieb wurde die renovierungsbedürftige Mauer stillgelegt. Erst die Sanierung von 2006 bis 2007 brachte den aufgestauten See und die Stromerzeugung zurück. Heute lässt sich an den Bögen die besondere Bauweise gut erkennen. Informationstafeln auf dem Weg erläutern das technische Denkmal und helfen, die Landschaft als Teil einer Energieanlage zu verstehen.
Die Linachstraße führt zum Bereich der Talsperre; der verlinkte Fußstart bezeichnet das Bauwerk und keinen Stellplatz auf der Mauer. Folge für das Parken der örtlichen Ausschilderung. Führungen und der Zugang ins Kraftwerksgebäude sind gesonderte Angebote und benötigen eine Vereinbarung. Bleibe auf den freigegebenen Wegen und beachte Hinweise am Wasser und am technischen Bauwerk. Für den Rundweg sind passende Schuhe sinnvoll, besonders wenn die Wege nach Regen feucht sind.