Über der südlichen Mainzer Altstadt liegt die Zitadelle mit mächtigen Mauern und einem überraschend grünen Umfeld. Das Gelände ist jederzeit frei zugänglich und lässt sich kostenlos bei einem eigenen Rundgang erkunden. Zwischen alten Gebäuden, Bäumen und den Wegen am Festungsgraben wechseln historische Architektur und Natur unmittelbar miteinander ab. An verschiedenen Stellen öffnen sich außerdem Blicke auf die Stadt.
Zu den ältesten sichtbaren Zeugnissen gehört der Drususstein. Sein erhalten gebliebener Kern erinnert daran, dass bereits die Römer die herausgehobene Lage nutzten. Die späteren Festungsanlagen prägen mit Wällen, Mauern und Gräben ein anderes Kapitel der Mainzer Geschichte. Heute beherbergen die Gebäude unter anderem städtische Einrichtungen. Der begrünte Graben besitzt zugleich einen hohen ökologischen Wert und ist als geschützter Landschaftsbestandteil ausgewiesen.
Nutze die öffentlichen Wege und respektiere abgesperrte Mauern sowie sensible Grünbereiche. Die unterirdischen Gänge und früheren Luftschutzräume sind nicht Teil eines selbstständigen freien Rundgangs; sie werden im Rahmen gesonderter Führungen erschlossen. Auch das Stadthistorische Museum hat eigene Bedingungen. Eine Anfahrt mit dem Auto erfolgt über Eisgrubweg beziehungsweise Am 87er Denkmal, weil die Durchfahrt durch das Haupttor geschlossen ist. Der freie Zugang zu Fuß bleibt davon getrennt. Informationsangebote vor Ort helfen, die einzelnen Stationen einzuordnen.