Im bewaldeten Lierbachtal oberhalb der Allerheiligen-Wasserfälle stehen die Mauern eines früher bedeutenden Klosters. Die Klosterruine Allerheiligen lässt sich kostenlos besuchen und verbindet Architekturgeschichte mit der ruhigen Landschaft des Schwarzwalds. Zwischen den erhaltenen Bögen und Wänden kannst du dir vorstellen, wie sich hier über Jahrhunderte geistliches Leben, Unterricht und die Versorgung der umliegenden Gemeinden entwickelten.
Uta von Schauenburg stiftete das Kloster am Ende des 12. Jahrhunderts und berief den Prämonstratenserorden nach Allerheiligen. Die Mönche betreuten die Pfarreien der Umgebung; später machte ein anerkanntes Gymnasium den Ort auch als Bildungsstätte bekannt. Mit der Säkularisation endete das Klosterleben zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Leerstand, Brände und Abbruch veränderten die Anlage.
Heute sind unter anderem Teile des Langhauses und der Vorhalle sowie Reste von Sakristei und Kreuzgang erhalten. Der Buntsandstein und die frühgotischen Formen geben dem Ensemble seinen charakteristischen Eindruck. Im ehemaligen Gesindehaus unterhalb der Ruine wurde ein Informationszentrum eingerichtet. Die Außenruine und weitere Einrichtungen vor Ort haben unterschiedliche Besuchsbedingungen.
Ein Parkplatz befindet sich oberhalb des Klostergeländes. Restaurant und gebuchte Führungen sind eigene Angebote. Besuchshinweis, Stand 14. Oktober 2026: Ein Abschnitt des Sagenrundwegs bei Allerheiligen ist wegen eines querliegenden Baums gesperrt. Das betrifft die Rundwegverbindung im Umfeld; plane den Ruinenbesuch und die Wege entlang der Wasserfälle deshalb getrennt. Folge der offiziellen Sperrkarte und den örtlichen Absperrungen, wenn du den Besuch mit einem Weg in die Schlucht verbinden möchtest.