In Saarburg hörst Du den Wasserfall oft schon, bevor Du ihn siehst. Mitten zwischen den Altstadthäusern stürzt der Leukbach am Buttermarkt rund 20 Meter in die Tiefe. Mehrere öffentlich zugängliche Aussichtsbereiche eröffnen Dir unterschiedliche Blicke auf die Felskaskaden und den engen Talkessel. Für das Betrachten des Wasserfalls ist kein Eintritt nötig.
Der ungewöhnliche Standort hat eine lange Geschichte. Im Mittelalter wurde der Leukbach durch die Stadt umgeleitet, um Löschwasser bereitzuhalten und die Kraft des Wassers für Mühlen zu nutzen. Noch heute prägen die Mühlengebäude und die eng aneinanderstehenden Häuser den Ort. Oberhalb des Falls wirkt der Bach deutlich ruhiger: Kleine Brücken und Häuserzeilen am Wasser bilden den Bereich, der als Saarburgs „Klein Venedig“ bekannt ist. Der Wechsel zwischen stillem Bachlauf und rauschender Fallstufe macht den Besuch besonders anschaulich.
Du kannst Deinen Aufenthalt am Wasserfall mit einem eigenen Gang durch die öffentlichen Altstadtgassen verbinden. Museen in den früheren Mühlengebäuden, Führungen und Gastronomie sind eigenständige Angebote. Nutze für Fotos die vorgesehenen Aussichtsstellen und halte Durchgänge frei. Die Wasserführung verändert das Erscheinungsbild des Falls; beachte örtliche Absperrungen und bleibe hinter den Begrenzungen.