Tief unter die Alb steigen, zwischen Bäumen klettern und alte Webstühle entdecken: Familienideen für Laichingen mit Alters-, Saison- und Besuchstipps.
In Laichingen kannst du mit deinen Kindern gleich in mehrere Welten eintauchen: unter die Erde, hinauf zwischen die Bäume oder in die Geschichte der Leinenweberei. Wähle nach Alter und Ausdauer ein Hauptziel und lass Zeit für eine Spielpause.
- 55 Meter unter der Erde Die Tiefenhöhle führt über rund 700 Stufen in die Tiefe. Für Kinder, die längere Treppenwege selbst bewältigen, ist das ein besonderes Abenteuer.
- Klettern passend zum Alter Der Kletterwald hat auch Bambini-Angebote für Zwei- bis Vierjährige. Für andere Parcours gelten eigene Alters-, Größen- und Begleitregeln.
- Höhlenwissen im Kleinen Das höhlenkundliche Museum im Rasthaus ergänzt die Tour. Sein freier Eintritt ist vom kostenpflichtigen Höhlenbesuch zu unterscheiden.
- Alte Webstühle entdecken Im Weberei- und Heimatmuseum wird Laichingens Textilgeschichte anschaulich. Plane den Besuch nach den wenigen Öffnungstagen.
Hinab in die Höhle – und oben wieder spielen
In der Laichinger Tiefenhöhle bekommt das Wort „unterwegs“ eine neue Bedeutung: Der etwa 330 Meter lange Besucherweg führt bis 55 Meter unter die Erde. Rund 700 Stufen, auch auf eisernen Treppen, gehören dazu. Plane ungefähr 45 Minuten ein. Kleine Kinder sollten die Treppen sicher und ausdauernd gehen können; mit Kinderwagen oder Rollstuhl ist dieser Weg nicht geeignet. Feste Schuhe und eine warme Schicht brauchst du auch im Hochsommer, denn unten herrschen nur etwa neun Grad.
Die Höhle ist gewöhnlich von Palmsonntag bis zum Ende der baden-württembergischen Herbstferien geöffnet. Audiostationen mit einer eigenen Kinderspur begleiten den selbstständigen Rundgang. Oben kannst du mit deinen Kindern im höhlenkundlichen Museum im Rasthaus weiterforschen und am Spielplatz eine Pause machen. Das Museum ist kostenlos; für den Abstieg in die Höhle wird Eintritt erhoben.
Zwischen Baumwipfeln und Webstühlen
Direkt bei der Höhle liegt der Kletterwald. Such mit deinen Kindern einen Parcours aus, dessen Alters- und Größenregeln wirklich passen. Es gibt eigene Bambini-Angebote für Zwei- bis Vierjährige; höhere Strecken sind entsprechend anspruchsvoller und verlangen teils erwachsene Begleitung. Rechne mit Einweisung und genügend Kletterzeit. Gut sitzende, geschlossene Schuhe und geschlossene Handschuhe sind Pflicht. Ausrüstung, Reservierung und wetterabhängigen Betrieb prüfst du vor der Anfahrt.
Für einen ruhigeren Ausflug führt dich das Weberei- und Heimatmuseum in der Weiten Straße 41 in die frühere Arbeitswelt: An den alten Webstühlen könnt ihr gemeinsam überlegen, wie aus Fäden Stoff wird. Regulär öffnet es von Ostern bis Oktober am ersten Sonntag im Monat von 13 bis 17 Uhr; einzelne Feiertage kommen dazu. Das ist ein eigener Standort im Ort. Für einen entspannten Tag reichen Höhle plus Spielpause oder Kletterwald; das Webereimuseum passt besonders gut zu einem gezielt gewählten Museumssonntag.