In Orth an der Donau beginnt ein Familienausflug in die Donauauen direkt im Schloss. Das Nationalparkzentrum verbindet Ausstellungen mit der Schlossinsel und ihren Naturstationen. Dabei geht es um Tiere, Wasser und den Wandel einer Flusslandschaft. Das museumORTH ergänzt Geschichten aus dem Ort. Wählt die Bereiche nach Alter und Interesse eurer Kinder. Zwischen Schauen, Ausprobieren und einer Pause draußen darf genug Zeit bleiben, statt das gesamte Programm ohne Unterbrechung abzugehen.
Auf einen Blick
- Schlossinsel: Au-Tiere, Naturstationen und Unterwassereinblicke am Nationalparkzentrum.
- Im Fluss: Ausstellung über Flussdynamik, Lebensräume und Naturschutz.
- museumORTH: Ortsgeschichte und besondere Themen im zweiten Obergeschoss des Schlosses.
- Auwald-Ausstellung im Turm: Interaktive Einblicke in eine Landschaft, die sich durch das Wasser verändert.
Die Au im Schloss und auf der Insel entdecken
Auf der Schlossinsel lassen sich typische Bewohner der Auen aus der Nähe kennenlernen. Dazu gehören unter anderem Europäische Sumpfschildkröten, Amphibien und weitere Tiere dieser Lebensräume. An einer Unterwasserstation schaut ihr in das Wasser, ohne selbst hineinzusteigen. Natur- und Spielstationen helfen, genauer auf die Umgebung zu achten. Tierbeobachtungen hängen auch vom Wetter und der Jahreszeit ab. Für zusätzliche Erklärungen gibt es eigene Führungsangebote. Hunde und Fahrräder dürfen nicht auf die Schlossinsel; auch im übrigen Zentrum sind die geltenden Besucherregeln zu beachten.
Die Ausstellung „Im Fluss“ im Schloss erklärt, wie Strömung und Wasserstände Lebensräume formen. Sie verbindet den Blick auf die Donau mit Forschung und Naturschutz. Fragt gemeinsam, warum ein Fluss Platz braucht und weshalb verschiedene Tiere unterschiedliche Bedingungen benötigen. Im museumORTH führt der Blick anschließend in die Ortsgeschichte. Landwirtschaft, Imkerei und die Verbindung zum Komponisten Karl Schiske gehören zu den Themen. Die Ausstellungen haben andere Schwerpunkte und befinden sich auf verschiedenen Ebenen. Ein Außenrundgang und ein ausgewählter Innenbereich können deshalb bereits eine stimmige Kombination sein.
Auwald verstehen und den Besuch planen
Im Aussichtsturm beschäftigt sich eine eigene Ausstellung mit der Veränderung des Auwalds. An einem interaktiven Tisch lässt sich beispielsweise verfolgen, was eine Überflutung in der Landschaft bewirkt. Hörangebote ergänzen den Blick auf den Wald. Die Treppen im Turm gehören zum Besuch dazu; dieser Bereich ist nicht barrierefrei erreichbar. Für Familien mit Kinderwagen lohnt es sich daher, zuerst die erreichbaren Bereiche zu klären. Die Ausstellung „Im Fluss“ und das museumORTH sind mit dem Rollstuhl zugänglich; auf der Schlossinsel ist der Untergrund je nach Abschnitt zu berücksichtigen.
Das Nationalparkzentrum arbeitet mit einer saisonalen Öffnung. Ein zugänglicher Shop bedeutet nicht automatisch, dass alle Ausstellungen und Außenbereiche geöffnet sind. Prüft Eintritt, letzte Besuchsmöglichkeit und Führungen vor der Anreise über das offizielle Angebot. Für besondere Familiennachmittage gibt es ein eigenes Programm. Wer eine anschließende Wanderung in den Donauauen plant, erkundigt sich zusätzlich nach dem aktuellen Wegezustand. Hochwasser kann die Situation verändern. Das Zentrum eignet sich auch als eigenes Ausflugsziel, ohne dass danach noch eine lange Strecke durch die Au nötig ist.