Der Grazer Dom verbindet spätgotische Baukunst mit einer reichen barocken Ausstattung. Errichtet wurde die Kirche im 15. Jahrhundert unter Kaiser Friedrich III.; später gestalteten die Jesuiten den Innenraum wesentlich mit. Heute kannst du zwischen Gewölben, Hochaltar, Kanzel und Chorgestühl unterschiedliche Epochen entdecken. Ein besonderer Blick lohnt sich auch an der südlichen Außenwand: Das Landplagenbild erinnert an Krieg, Pest und Heuschrecken, die das Land im Jahr 1480 trafen. Es gehört zu den bekanntesten historischen Bildern der Stadt. Zusammen mit Burg, Mausoleum und weiteren Gebäuden bildet der Dom die Grazer Stadtkrone.
Der gewöhnliche Kirchenbesuch ist kostenlos. Während Gottesdiensten und anderen kirchlichen Veranstaltungen hat die liturgische Nutzung Vorrang; Konzerte und Führungen haben eigene Bedingungen. Die täglichen Besuchszeiten des Doms sind von jenen der Pfarrkanzlei und der benachbarten Katharinenkirche zu unterscheiden. Plane deinen Rundgang mit Zeit für die Kunstwerke und die Außenansicht im Burgviertel. Die nahe beieinanderliegenden historischen Gebäude lassen sich gut zu Fuß verbinden. Der Zugang an der Bürgergasse ist ein geeigneter Orientierungspunkt für die Anreise.
Besuchshinweis November 2026: Am 3. und 4. November ist der Dom vormittags wegen Aufbauarbeiten nur eingeschränkt begehbar. Am 4. und 5. November ist er von 14:30 bis 18 Uhr, am 6. und 7. November von 18:30 bis 22 Uhr sowie am 8. November von 10:30 bis 13:30 und von 18 bis 22 Uhr für Proben gesperrt. Die Gottesdienste vom 3. bis 8. November werden in die Katharinenkirche am Mausoleum verlegt. Die Requiem-Aufführung am 8. November beginnt um 20 Uhr im Dom.