Etwas nördlich des Axamer Ortskerns steht ein kleiner Kirchenbau mit ungewöhnlichem Grundriss: Die Lindenkapelle ist achteckig. Sie wurde 1635 aus Dankbarkeit für die Verschonung von der Pest errichtet und dem heiligen Sebastian geweiht. Schon ihre Außenansicht erzählt damit von der Geschichte und Frömmigkeit des Dorfes.
Im Inneren treffen barocker Stuck und Malerei der Familie Kirchebner aufeinander. Josef Anton Kirchebner schuf unter anderem das Marienbild am Altar und die Kreuzwegstationen; die Deckenfresken stammen von seinem Bruder Franz Xaver. Die kleine Kapelle lässt sich gut als eigener ruhiger Halt in einen Spaziergang durch Axams einbauen.
Dein Besuch
Die Lindenkapelle liegt am Lindenweg 2. Für eine Innenbesichtigung erkundigst du dich vorher bei der Pfarre Axams nach dem Zugang und einer möglichen Schlüsselabholung. Plane keinen jederzeit offenen Museumsbetrieb ein; auch ein kurzer Blick auf den achteckigen Bau von außen ist lohnend.
Verbinde den Besuch bei Interesse mit der Pfarrkirche im Ortskern. So lassen sich zwei unterschiedlich große Sakralbauten vergleichen. Nimm Rücksicht auf Betende und auf den Friedhofsbereich. Für Gruppen empfiehlt sich eine abgestimmte Besichtigung, damit der kleine Innenraum in Ruhe betrachtet werden kann. Die Straßen im Ort nutzt du am besten als Fußgänger über die vorgesehenen Gehwege.
Ausstattung und Merkmale
- Achteckiger Bau: Kapelle am Lindenweg
- Pestzeit und Dankbarkeit: Errichtet im Jahr 1635
- Barocke Ausstattung: Stuck und Deckenmalerei
- Kulturstopp im Ort: Mit einem Dorfbummel kombinierbar
Foto: Simon Legner (User:simon04) / CC BY-SA 4.0 / Wikimedia Commons.