Das Zentrum von Glarus erzählt eine Stadtgeschichte, die sich gut beim Gehen entdecken lässt. Nach dem verheerenden Brand von 1861 wurde der Ort auf einem neuen, rasterförmigen Grundriss wieder aufgebaut. Die Pläne dafür erarbeiteten Johann Caspar Wolff und Bernhard Simon. Beim kostenlosen Spaziergang durch die öffentlichen Straßen und über die Plätze kannst Du die klare Ordnung des Stadtgefüges betrachten. Dahinter bildet die Berglandschaft des Glarnerlands einen eindrucksvollen Rahmen.
Der Brand zerstörte den Großteil des damaligen Ortes. Zu den Bauten des anschließenden Wiederaufbaus gehören das Regierungsgebäude, das Gerichtsgebäude und die Stadtkirche. Letztere entstand nach Entwürfen von Ferdinand Stadler. An diesen Gebäuden wird sichtbar, wie Glarus seine öffentlichen Räume und Institutionen nach der Katastrophe neu ordnete. Es lohnt sich, beim Rundgang nicht nur einzelne Fassaden anzusehen, sondern auch die Straßenachsen und Platzräume als Ganzes wahrzunehmen. Der Bereich um den Rathausplatz bietet dafür einen guten Orientierungspunkt. Du bestimmst selbst, welche Gassen und Plätze Du miteinander verbinden möchtest. Für den freien Stadtbesuch ist keine Eintrittskarte nötig. Museen, Kircheninnenräume, Geschäfte und besondere Veranstaltungen haben eigene Zugangsbedingungen. Respektiere Verwaltungs- und Wohnräume und halte Dich an aktuelle Hinweise sowie den örtlichen Verkehr.