Die Dreifaltigkeitskirche in Stadl-Paura gehört zu den ungewöhnlichen Barockbauten Oberösterreichs. Der normale Kirchenbesuch ist kostenlos. Schon die drei Türme und die besondere Form des Gebäudes machen sichtbar, dass hier eine theologische Idee in Architektur übersetzt wurde.
Kreis und gleichseitiges Dreieck bestimmen den Grundriss. Drei Zugänge führen auf drei Altäre zu, und jedem Altar ist eine eigene Orgel gegenübergestellt. Die Anordnung versinnbildlicht die christliche Dreifaltigkeit. Entworfen wurde die Kirche von Johann Michael Prunner; den Anstoß gab der Lambacher Abt Maximilian Pagl nach der Pestzeit des frühen 18. Jahrhunderts. Auch die künstlerische Ausstattung folgt dem zusammenhängenden Konzept. Ein ruhiger Rundblick durch den Raum lässt die Beziehungen zwischen Eingängen, Emporen und Altären besonders gut erkennen. Damit ist die Paurakirche ein eigenständiges Ziel für Architektur- und Kunstinteressierte.
Für die allgemeine Besichtigung gilt die veröffentlichte Öffnungszeit von Ostern bis Allerheiligen. Führungen werden gesondert vereinbart. Gottesdienste und persönliche Gebetszeiten haben Vorrang vor touristischen Rundgängen. Die Kanzleizeiten sind keine Besuchszeiten des Kirchenraums. Der Standort lässt sich mit einem Spaziergang an der Traun verbinden, ohne dass eine längere Radtour Voraussetzung ist.