Über Gerolstein ragen helle, schroffe Felsen aus den bewaldeten Hängen. Die Gerolsteiner Dolomiten sind ein weithin sichtbares Wahrzeichen der Stadt und ein kostenloses Naturziel mit einer überraschenden Vorgeschichte. Wo heute die Felsgruppen über dem Kylltal stehen, lag vor rund 380 Millionen Jahren ein warmes Flachmeer. Aus den damaligen Riffen entstanden die Gesteine, die nach langen geologischen Veränderungen wieder an die Oberfläche gelangten.
Zu den markanten Formationen gehören Munterley, Hustley, Drohende Ley, Große Kanzel und Auberg. Besonders bekannt ist die Munterley mit ihrem Blick auf Gerolstein, das Kylltal und die umliegenden Eifelhöhen. Auf den Wegen wechseln dichte Waldabschnitte mit offenen Felsbereichen. So lassen sich die Formen aus unterschiedlichen Entfernungen betrachten: zunächst als große Wand über der Stadt, später als strukturierte Oberfläche direkt am Weg.
Das Gebiet ist als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Kalkmagerrasen, Wacholder und verschiedene Waldgesellschaften schaffen Lebensräume für zahlreiche Pflanzen und Tiere. Bleibe auf den markierten Wegen und respektiere abgesperrte oder empfindliche Bereiche. Die Zugänge zur Höhe führen bergauf und sind stellenweise steinig; festes Schuhwerk und eine passende Einschätzung der eigenen Kondition sind wichtig. Geführte Erlebniswanderungen sind separate Angebote. Der freie Landschaftsbesuch setzt keine Teilnahme an einer Führung voraus.