Lemgo bietet Familien unterschiedliche Einblicke in Stadtgeschichte, Kunst und die Zeit der Renaissance. Im städtischen Museum Hexenbürgermeisterhaus begegnet Ihr der Geschichte der Hansestadt. Das Entdeckerheft mit der Riesenkrabbe Mac führt Kinder durch dieselbe Ausstellung. Im Junkerhaus wird ein ganzes Wohnhaus zum Kunstwerk. Das Weserrenaissance-Museum Schloss Brake ergänzt die Auswahl um Kunst und Kultur einer früheren Epoche. Die Übersicht beschreibt drei Museen und vier Erlebnisbausteine. Wählt einen Schwerpunkt nach Alter und Interesse; nicht jede geschichtliche Abteilung eignet sich für jedes Kind gleichermaßen.
Auf einen Blick
- Museum Hexenbürgermeisterhaus: Das städtische Museum behandelt unter anderem Stadtgründung, Hanse, Reformation und den Forscher Engelbert Kaempfer.
- Entdeckerheft mit Mac im selben Museum: Kinder von sechs bis zwölf Jahren können mit Rätseln und Suchaufgaben die Dauerausstellung erkunden.
- Museum Junkerhaus: Das von Karl Junker gestaltete Wohn- und Künstlerhaus verbindet Schnitzwerk, Malerei und Architektur.
- Weserrenaissance-Museum Schloss Brake: Ausstellung und buchbare Erlebnisführungen eröffnen einen Zugang zur Kunst und Kultur der Renaissance.
Stadtgeschichte mit einem eigenen Kinderzugang
Das Hexenbürgermeisterhaus liegt im historischen Zentrum und ist selbst ein bedeutendes Renaissancegebäude. Seine Ausstellung erzählt von verschiedenen Lebenswelten und Veränderungen in Lemgo. Auch Hexenverfolgung gehört zur Geschichte des Hauses und der Stadt. Begleitet Kinder bei diesem Thema und wählt die Bereiche nach ihrem Verständnis aus. Der Museumsname steht für einen historischen Erinnerungsort; die Darstellung der Verfolgung sollte nicht als bloße Gruselgeschichte verstanden werden. Andere Abteilungen widmen sich etwa Handel, Stadtgründung und Forschungsreisen.
Das Entdeckerheft mit Mac ist eine Möglichkeit, den Rundgang kindgerecht zu gestalten. Es richtet sich an Sechs- bis Zwölfjährige und wird im Museum ausgegeben. Die kleine Riesenkrabbe begleitet Such- und Rätselaufgaben durch die Dauerausstellung. Kinder beschäftigen sich unter anderem mit Engelbert Kaempfer, Japan und einem versteckten Schatz. Damit lässt sich Wissen Schritt für Schritt erschließen. Dieser Baustein gehört zum selben Museumsbesuch und ist keine zusätzliche Einrichtung. Für gemeinsame Fragen und Gespräche bleibt die Begleitung durch Erwachsene sinnvoll.
Ein geschnitztes Haus und ein Museum im Schloss
Karl Junker hat sein Haus innen und außen ungewöhnlich dicht gestaltet. Geschnitzte Ornamente, Holzverkleidungen sowie Wand- und Deckengemälde machen das Junkerhaus zu einem Gesamtkunstwerk. Sucht mit Kindern nach wiederkehrenden Formen und überlegt, wie ein Wohnraum durch künstlerische Gestaltung verändert wird. Für Familien gibt es auch ein eigenes Mitmachheft. Öffnungszeiten unterscheiden sich nach Jahreszeit. Taschenlampenführungen im Winter sind gesonderte Termine mit verbindlicher Anmeldung und können früh ausgebucht sein.
Das Weserrenaissance-Museum befindet sich im Schloss Brake. Es beschäftigt sich mit Kunst und Kultur der Renaissance und bietet zusätzlich Erlebnisführungen für unterschiedliche Gruppen. Prüft bei einer Buchung, welches Format zu Alter und Interessen passt. Eine solche Führung wird vorher vereinbart und ist kein ständig laufendes Mitmachprogramm. Für einen selbstständigen Besuch könnt Ihr einzelne Objekte oder Themen auswählen und Euch Zeit zum Vergleichen nehmen. Schloss Brake, Junkerhaus und Hexenbürgermeisterhaus haben eigene Standorte; die Wege dazwischen gehören zur Ausflugsplanung.