Oberhalb von Fischbach-Sinkingen liegen die Spuren eines ungewöhnlich großen römischen Gutshofs. Die rekonstruierten Grundmauern und die nahe Badeanlage lassen erkennen, wie ein wohlhabender Landsitz aufgebaut war. Der selbstständige Besuch der öffentlich zugänglichen Römeranlagen ist kostenlos. Das Ziel verbindet einen Kulturstopp mit den weiten Flächen und Wegen auf dem Bergrücken bei Niedereschach.
An der höchsten Stelle stand ein mächtiger Risalitbau mit meterdicken Mauern. Zu beiden Seiten lagen ausgedehnte Wirtschaftsbereiche. Die erhaltenen und wieder sichtbar gemachten Fundamente vermitteln einen Eindruck von der Größe der Villa rustica. Noch nicht ausgegrabene Gebäude und Hangmauern gehören ebenfalls zur früheren Gesamtanlage. Die Grundmauern machen den Aufbau des Landsitzes auch ohne erhaltene Obergeschosse nachvollziehbar.
Etwas unterhalb befindet sich das Römerbad, das in den Hang eingeschnitten wurde. Zwei getrennte Heizsysteme, Wannen, eine ausgeklügelte Latrine und eine südliche Terrasse zeugen vom hohen Aufwand für Komfort und Versorgung. Wegweiser und Informationen helfen, die einzelnen Bereiche zu unterscheiden. Einige Funde werden zusätzlich im Römerzimmer des Heimatmuseums Fischbach gezeigt.
Die Römeranlagen am Bubenholzweg sind als immer geöffnet beschrieben; diese Zugangsangabe betrifft die Außenanlage und ersetzt keine Museumsöffnung. Der verlinkte Fußstart führt zum historischen Gelände, nicht zur Gemeindeverwaltung. Für den Höhenweg sind sichere Schuhe sinnvoll. Bleibe auf den vorgesehenen Wegen und schone die Mauern. Führungen werden auf Anfrage angeboten und sind kostenpflichtige Zusatzangebote. Der Museumsbesuch findet an einem anderen Standort mit eigenen Zeiten statt.