In Dorf Tirol liegen Burgen, Vogelbeobachtungen und kleine Spielpausen nah beieinander. Oberhalb von Meran schaut ihr über Obstwiesen ins Etschtal, unterwegs warten aber auch ganz konkrete Entdeckungen: ein Schloss mit Kinder-Audioguide, ein Pflegezentrum für Greifvögel und ein Park mit einem ungewöhnlichen Pferd. Für einen Ausflug mit mehr Berggefühl führt die Hochmuth-Seilbahn hinauf zu den Muthöfen.
Auf einen Blick
- Schloss Tirol: Landesgeschichte in einer mittelalterlichen Burg mit eigenem Audioguide für Kinder.
- Gufyland: Greifvögel beobachten und bei den angesetzten Flugvorführungen ihre Flugkünste erleben.
- Burglehenpark: Spielplatz, Naturteich und das markante Spielpferd Jakob am Ortseingang.
- Aussichtskorb Hochmuth: Panoramaplattform mit Fernrohren und Einblicken in die Arbeit an den Muthöfen.
Vom Schlossweg zu den Greifvögeln
Schloss Tirol macht aus einem Spaziergang einen Ausflug in die Landesgeschichte. Hinter den alten Mauern entdeckt ihr die Baugeschichte der Burg, Kunstwerke und Ausstellungen zur Geschichte Südtirols. Mit dem Kinder-Audioguide können jüngere Besucher dem Rundgang auf ihre eigene Weise folgen. In der Vorburg bleibt Platz für eine Pause und zum Bewegen. Rechnet den Fußweg vom Dorf zum Schlosshügel zum Besuch dazu: Die Zufahrt über den Schlossweg ist für den öffentlichen Autoverkehr gesperrt.
Unmittelbar am Schloss liegt Gufyland, das Pflegezentrum für Vogelfauna. Hier werden verletzte und hilfsbedürftige Vögel versorgt; Tiere, die nicht mehr ausgewildert werden können, leben in den Volieren. Beim Besuch lernt ihr Greifvögel aus der Nähe kennen. Die Flugvorführungen haben eigene Termine und geben dem Nachmittag einen festen Mittelpunkt. Wer beides verbinden möchte, stimmt den Schlossrundgang auf die Vorführung ab und lässt dazwischen Zeit für den Weg und eine Rast.
Spielpause im Dorf und Aussicht auf der Hochmuth
Für einen unkomplizierten Aufenthalt draußen eignet sich der Burglehenpark am Ortseingang. Obstwiesen und Weinreben rahmen den Park ein, im Zentrum liegt ein Naturteich mit Sitzbänken. Kinder zieht es zum Spielplatz und zum stählernen Pferd Jakob. Das Kunstwerk stammt von Franz Messner und gehört hier genauso zum Ausflug wie der Blick über das Tal. Auch nach einem Museumsbesuch lässt sich eine Spielpause einbauen, ohne noch eine Wanderung anzuhängen.
Auf der Hochmuth wartet unterhalb des Gasthofs Steinegg ein Aussichtskorb. Seine Form erinnert an die Körbe, mit denen früher Erde und Mist über die steilen Felder transportiert wurden. Zwei Fernrohre helfen dabei, die sichtbaren Berge und die Geschichte der Muthöfe zu entdecken. Der Ausflug lässt sich mit einer Berg- und Talfahrt verbinden; für zusätzliche Wanderungen braucht ihr eine zum Alter und zur Erfahrung passende Route. Die historischen Treppen im Schloss sind wiederum keine barrierefreie Alternative für Schlechtwettertage.