Im Urwald Sababurg stehen knorrige Baumriesen zwischen hohem Farn, jungen Gehölzen und abgestorbenen Stämmen. Das Waldgebiet im Naturpark Reinhardswald lässt sich kostenlos auf ausgewiesenen Wegen besuchen. Schon auf kurzen Abschnitten wird sichtbar, wie unterschiedlich ein Wald aussehen kann, wenn alte Bäume und Totholz erhalten bleiben. Besonders eindrucksvoll sind die mächtigen Eichen mit ihren breit ausladenden Kronen.
Trotz seines Namens ist der Urwald kein seit jeher unberührtes Gebiet. Er ging aus einem Hutewald hervor, in dem früher Vieh weidete. Seit 1907 steht er unter Schutz und wird seit langer Zeit weitgehend seiner natürlichen Entwicklung überlassen. Die alten Hute-Eichen erzählen von der früheren Nutzung, während umgestürzte Bäume neue Lebensräume für Pilze und Insekten schaffen. Dieser Wechsel macht den besonderen Reiz des Schutzgebiets aus.
Drei markierte Rundwege führen auf schmalen Pfaden durch den Wald. Holzstege helfen an empfindlichen Stellen. Bleibe unbedingt auf den ausgewiesenen Wegen und schone Pflanzen sowie Totholz. Feste Schuhe sind zu jeder Jahreszeit empfehlenswert. Bei Sturm und entsprechenden Warnungen ist ein Waldaufenthalt zu vermeiden. Tierpark und Schloss Sababurg sind separate Ausflugsziele mit eigenen Bedingungen. Öffentliche oder individuell gebuchte Führungen ergänzen den selbstständigen Besuch, sind aber nicht erforderlich.