Die beiden hohen Türme des Liebfrauendoms prägen das Stadtbild von Wiener Neustadt schon aus großer Entfernung. Wenn Du auf dem Domplatz näher an die Kirche herantrittst, wird aus dem markanten Wahrzeichen ein Bau mit vielen unterschiedlichen Zeitschichten. Kurz nach der Stadtgründung begann um 1200 der romanische Kirchenbau. Später kamen der gotische Chor und eine barocke Gestaltung des Innenraums hinzu. Der Dom wurde über Jahrhunderte immer wieder verändert, ergänzt und restauriert. Gerade deshalb lohnt es sich, nicht nur die Außenansicht zu betrachten, sondern auch den Raumeindruck im Inneren auf sich wirken zu lassen. Altäre, Kunstwerke und Grabdenkmäler erinnern an Menschen, die hier als Stifter, Bauherren oder Angehörige der Stadtgeschichte ihre Spuren hinterlassen haben.
Der gewöhnliche Besuch des Doms ist täglich kostenlos möglich. Ausgeschriebene Führungen sind ein eigenes Angebot und können kostenpflichtig sein. Während Gottesdiensten und kirchlichen Feiern hat die religiöse Nutzung Vorrang, sodass nicht jeder Bereich jederzeit zur Besichtigung offensteht. Der freie Kirchenbesuch schließt keine Turmbesteigung und keine sonst verschlossenen Nebenräume ein. Verwechsle den Liebfrauendom am Domplatz nicht mit der St.-Georgs-Kathedrale in der Burg. Für einen Stadtspaziergang lässt sich die Kirche mit dem nahen Zentrum verbinden, ohne dass Du dafür eine Führung buchen musst.