Die Geteilte Kirche am Kreuzbichl liegt im Bereich Waschanger außerhalb des historischen Zentrums von Gmünd in Kärnten. Die kleine Kapellenanlage ist eine ungewöhnliche kostenlose Sehenswürdigkeit: Zwischen dem Altarraum und dem gegenüberliegenden Raum für die Gemeinde verläuft eine befahrene Straße.
Die beiden Baukörper stehen einander so gegenüber, dass der Gottesdienst über den Straßenraum hinweg gefeiert werden kann. Der Altarraum entstand im 18. Jahrhundert; später kam auf der anderen Seite der Straße der Bereich für die Gläubigen hinzu. Seine Aufteilung auf zwei Ebenen und die geschützten Öffnungen machen die besondere Bauidee sichtbar. Schindeldächer und ein kleiner Glockenaufbau prägen die Außenansicht. Im Altarraum befindet sich ein Bild von Josef Messner. Die Anlage erzählt damit zugleich von örtlicher Frömmigkeit, gewachsenen Verkehrswegen und einer eigenständigen architektonischen Lösung.
Du kannst die Besonderheit als eigenen kurzen Kulturstopp betrachten, ohne an einer Führung durch die Altstadt teilzunehmen. Innenräume und liturgische Nutzung können eigene Zugangsbeschränkungen haben. Die Straße zwischen den Kapellenteilen wird tatsächlich befahren: Achte auf den Verkehr, bleibe beim Betrachten und Fotografieren an sicheren Stellen und blockiere die Fahrbahn nicht. Ein traditionell genanntes Wallfahrtsfest ist ohne aktuelle Datierung und Uhrzeit kein bestätigter Veranstaltungstermin.