Auf einem steil abfallenden Sandsteinfelsen über Prümzurlay liegt die Ruine der Prümerburg. Zwischen Wald und Fels sind ein markanter Wehrturm, die Giebelwand des früheren Wohnbaus und weitere Mauerreste erhalten. Die Anlage ist frei zugänglich und eröffnet einen weiten Blick ins Tal der Prüm. Sie ist damit ein eigenes kostenloses Kulturziel in der Südeifel und keine bloße Aussicht auf ein geschlossenes Schloss.
Erstmals urkundlich genannt wird die Burg in einem Lehensvertrag von 1337. Der fünfeckige Wehrturm geht auf das 12. und frühe 13. Jahrhundert zurück. 1658 brannte die Burg im Krieg nieder und wurde anschließend nicht wieder aufgebaut. Besonders anschaulich ist der erhaltene Palasgiebel: An den Fensteröffnungen sind noch die seitlichen Sitzplätze erkennbar. Sie vermitteln einen Eindruck davon, wie der Blick ins Tal einst auch zum Alltag der Bewohner gehörte.
Der Zugang führt über den ehemaligen Burggraben. Treppen erschließen den Turm und den erhaltenen Gewölbekeller, soweit die Bereiche örtlich freigegeben sind. Gerade in einer Ruine sind festes Schuhwerk, Aufmerksamkeit und Rücksicht auf die alte Bausubstanz wichtig. Steige nicht auf Mauerkronen und halte Kinder von ungesicherten Kanten fern. Bei Nässe oder Eis ist besondere Vorsicht nötig. Nutze die ausgewiesenen Fußwege und beachte mögliche kurzfristige Sperren.