Die Burgruine Ratzenried in Argenbühl war einst das Obere Schloss. Auf dem Geländesporn bei Sechshöf zeigen Rundtürme und Mauerreste, wie ausgedehnt der befestigte Wohnsitz war. Die Geschichte führt unter anderem zur Ravensburger Kaufmannsfamilie Humpiß, die die Anlage erheblich ausbauen ließ.
Nach der Zerstörung im Dreißigjährigen Krieg wurde die Burg nicht wieder aufgebaut. Der Heimatverein sicherte später das erhaltene Mauerwerk. Heute lässt sich der Grundriss bei einem Spaziergang nachvollziehen. Die Ruine liegt außerhalb des Dorfes; sie ist nicht mit dem Schloss im Ortskern zu verwechseln.
Über Platz zur Ruine
Die ausgeschilderte Zufahrt führt von Ratzenried in Richtung der Ruine. Der letzte Abschnitt verläuft zu Fuß durch den Hofbereich von Platz zum Burgtor. Folge der Wegbeschreibung des Heimatvereins und respektiere die angrenzenden privaten Wirtschaftsflächen.
Tagsüber besichtigen
Die Anlage ist tagsüber frei zugänglich; nächtlicher Aufenthalt ist nicht gestattet. Bleibe auf den vorgesehenen Wegen und steige nicht auf Mauern. Für eine Führung nimm vorher Kontakt zum Heimatverein auf.
Ausstattung und Merkmale
- Rundtürme und Mauerzüge: Die erhaltenen Befestigungen geben einen Eindruck von der früheren Größe der Anlage.
- Historischer Torbereich: Der gesicherte frühere Eingangsbereich gehört zu den nachvollziehbaren Teilen des Burggrundrisses.
- Spuren der Familie Humpiß: Die einstigen Bauherren verbanden kaufmännischen Erfolg mit einem repräsentativen befestigten Wohnsitz.
- Führungen nach Vereinbarung: Der Heimatverein bietet nach Absprache Einblicke in die Burg und ihre Geschichte.
Foto: Gras-Ober / CC BY-SA 3.0. Bildquelle. Für die Webdarstellung gegebenenfalls verkleinert und in WebP umgewandelt.