Zwischen der Stadtkirche St. Johann und dem Fürstlich Fürstenbergischen Schloss liegt einer der bekanntesten Orte Donaueschingens: die Donauquelle. Im eingefassten Quellbecken steigt klares Wasser aus dem Untergrund auf. Wer einen Moment am Rand stehen bleibt, entdeckt die kleinen Blasen, die aus der Tiefe an die Oberfläche steigen. Der Quelltopf lässt sich ohne Eintritt besuchen und gut mit einem Spaziergang durch die Innenstadt verbinden.
Über dem Wasser steht die Figurengruppe der „Mutter Baar“, die der jungen Donau den Weg weist. Zusammen mit der steinernen Einfassung, der Kirche und dem Schloss entsteht ein eindrucksvolles Ensemble. Die heutige Quellfassung geht auf das 19. Jahrhundert zurück; bei der Sanierung von 2013 bis 2015 wurde auch der Zugang neu gestaltet. Neben den Treppen gibt es einen Aufzug zum Quellbecken.
Die Quelle ist eine Karstaufstoßquelle: Im Schwarzwald versickertes Wasser tritt hier wieder zutage. Ihr Abfluss gelangt unterirdisch zur Brigach. Der Zusammenfluss von Brigach und Breg, an dem der Fluss den Namen Donau trägt, liegt an einem anderen Ort in Donaueschingen. Für den Besuch am Quelltopf lohnt es sich deshalb, Naturbeobachtung und die Geschichte dieses traditionsreichen Donauanfangs miteinander zu verbinden.
Der Zugang befindet sich an der Stadtkirche. Die Außenanlage ist rund um die Uhr zugänglich. Schlossbesichtigungen und Führungen sind eigenständige Angebote.