In Kamenz wird Naturgeschichte im Elementarium zum Ausprobieren. Ein Erdbebensimulator, Gesteine und archäologische Fundstücke führen zu Fragen über die Erde und die Menschen in der Lausitz. Ergänzen könnt Ihr den Ausflug mit Stadtgeschichte im Malzhaus, einem Blick in die Museumssammlungen oder einer Runde durch den öffentlichen Hutbergpark. Die unterschiedlichen Museumsstandorte haben eigene Besuchszeiten und liegen nicht alle unmittelbar nebeneinander. So lässt sich passend zu Wetter und Interessen eine überschaubare Auswahl zusammenstellen.
Auf einen Blick
- Elementarium im Ponickauhaus: Das Museum der Westlausitz verbindet Naturkunde, Archäologie und Landschaftsgeschichte. Mitmachangebote und ein Erdbebensimulator machen wissenschaftliche Fragen anschaulich.
- Stadtgeschichte im Malzhaus: Die Ausstellung führt von den Anfängen von Kamenz bis ins 19. Jahrhundert. Themen wie Stadtbrände, Hutberg und Forstfest verknüpfen historische Objekte mit Orten, die Euch draußen wiederbegegnen.
- Sammelsurium und Schaumagazine: Am zweiten Museumsstandort begegnet Ihr umfangreichen Sammlungen aus Archäologie, Zoologie und Geologie. Begehbare Magazine zeigen, was hinter einer Museumsausstellung steckt.
- Öffentlicher Hutbergpark: Ein Netz von Wegen erschließt den Park mit zahlreichen Baum- und Straucharten. Rhododendren, Azaleen und der „Blaue Wald“ setzen je nach Jahreszeit unterschiedliche Akzente.
Wie die Erde wurde, was sie ist
Im Elementarium dürft Ihr wissenschaftliche Vorgänge erkunden und an ausgewählten Stationen selbst nachvollziehen. In den Themenwelten geht es um Steine, Landschaftsformen, Wald und die Spuren früherer Menschen. Der Erdbebensimulator bietet einen unmittelbaren Einstieg in die Frage, wie Kräfte aus dem Erdinneren wirken.
Über eine Glasbrücke erreicht Ihr vom Elementarium die Stadtgeschichte im Malzhaus. Wenn Ihr lieber die Arbeit eines Museums kennenlernen möchtet, plant einen gesonderten Besuch im Sammelsurium an der Macherstraße. Dort unterscheiden sich Öffnungstage und Besuchsabläufe vom Elementarium. Führungen, Schulprojekte und Kindergeburtstagsprogramme brauchen eine vorherige Vereinbarung; sie gehören nicht automatisch zu jedem individuellen Museumsbesuch.
Baumformen suchen und den Tag draußen ergänzen
Auf dem Hutberg könnt Ihr Blätter, Rinden und Wuchsformen vergleichen. Der Park beherbergt mehr als 130 Baum- und Straucharten. Zur Blütezeit fallen Rhododendren und Azaleen besonders auf, während der „Blaue Wald“ durch seine Nadelgehölze geprägt wird. Es lohnt sich, einen kleinen Abschnitt aufmerksam zu erkunden und den Rundgang an die Kräfte der Kinder anzupassen.
Die Wege sind nur teilweise für Rollstühle geeignet. Prüft deshalb vorab, welcher Zugang und welche Teilstrecke zu Eurer Familie passen. Der Lessingturm gehört zur Umgebung des Parks; für eine Besteigung gelten eigene Besuchsmöglichkeiten. Eine Kombination aus einem Museum und einem Spaziergang lässt genügend Raum für eigene Entdeckungen, ohne sämtliche Standorte an einem Tag unterbringen zu müssen.