Nördlich der Trierer Innenstadt überrascht St. Paulin mit einem farbigen, reich ausgestatteten Barockraum. Schon das gestaltete Hauptportal setzt einen deutlichen Akzent. Im Inneren führen Architektur, Malerei und liturgische Ausstattung den Blick durch den langgestreckten Raum. Der reguläre Kirchenbesuch ist kostenlos; Konzertveranstaltungen können davon abweichende Bedingungen haben. Eine Besichtigung ist nur außerhalb der Gottesdienste möglich.
Der heutige Neubau entstand im 18. Jahrhundert an einem sehr viel älteren Kirchenstandort. Balthasar Neumann wirkte beratend und mit Änderungen an der Planung mit; die genaue Zuschreibung des Baus ist nicht abschließend geklärt. Besonders auffällig ist das große Deckengemälde von Christoph Thomas Scheffler aus dem Jahr 1743. Es erzählt im Chor vom heiligen Paulinus und im Hauptschiff von der Thebäischen Legion. Wer sich Zeit nimmt, entdeckt zwischen den großen Szenen zahlreiche kleine Figuren und Einzelheiten.
Die frühchristliche Geschichte des Ortes ist weiterhin mit der Verehrung des Trierer Bischofs Paulinus verbunden. Die antike Gruft wird allerdings nur zu besonderen Anlässen geöffnet und gehört nicht zu einer zugesagten regulären Besichtigung. Halte während Gebet und Anbetung Abstand zu den liturgisch genutzten Bereichen und fotografiere rücksichtsvoll. Die Besucherzeiten der Kirche sind getrennt von Pfarrbüro, Friedhof und Bischofskapelle zu betrachten.