Mendig macht die vulkanische Landschaft der Osteifel für Familien anschaulich. Im kommunalen Deutschen Vulkanmuseum Lava-Dome laden interaktive Stationen zum Ausprobieren ein. Der Lavakeller zeigt bei einer Führung, wie Menschen den erkalteten Lavastrom als Gestein nutzten. Auf der frei zugänglichen Museumslay werden frühere Arbeitsmethoden sichtbar. Einzelne Stationen des städtischen Skulpturenwegs ergänzen das Thema bei einem Spaziergang durch den Ort.
Auf einen Blick
- Lava-Dome: Das Deutsche Vulkanmuseum verbindet Darstellungen von Vulkanausbrüchen mit einer interaktiven Vulkanwerkstatt für Kinder.
- Lavakeller: Die historischen unterirdischen Abbauräume können ausschließlich mit Gästeführung besucht werden. Museum und Keller haben einen Aufzug.
- Museumslay: Das frei zugängliche Freilichtmuseum auf städtischem Gelände zeigt Steinbearbeitung, ein Göpelwerk und weitere Zeugnisse der Arbeit mit Basaltlava.
- Skulpturenweg Mendig: Die städtische Route verbindet Darstellungen der Orts- und Steinmetzgeschichte. Für Familien lassen sich einzelne Abschnitte auswählen.
Im Museum ausprobieren und den Kellerbesuch gesondert planen
Im Lava-Dome geht es um Vulkanismus und die Entstehung der Landschaft rund um Mendig. In der Vulkanwerkstatt können Kinder an interaktiven Stationen spielen und experimentieren. Andere Bereiche zeigen die Geschichte der Ausbrüche mit Filmen, Bildern und erzählenden Steinen. Die Darstellungen helfen dabei, Vorgänge zu verstehen, die im Alltag kaum unmittelbar zu beobachten sind. Wählt die Themen nach Interesse und Empfindlichkeit der Kinder, denn manche Inszenierungen arbeiten mit Geräuschen und eindrücklichen Bildern.
Der Lavakeller ist ein eigener Besuchsbaustein. In den unterirdischen Räumen wurde Basaltlava abgebaut; später nutzten Menschen die gleichmäßig kühle Umgebung auch zur Lagerung. Heute werden die Räume im Rahmen einer Führung erklärt. Tickets für die öffentlichen Kellerführungen gibt es ausschließlich am Besuchstag vor Ort, eine Reservierung dafür ist nicht möglich. Private Gruppenführungen müssen gesondert angefragt werden. Plant genügend Zeit ein, da einzelne Führungen voll sein können. Für den kühlen Keller sind warme Kleidung und feste Schuhe sinnvoll.
An der Museumslay und im Ort die Arbeit mit Stein entdecken
Die Museumslay liegt wenige Gehminuten vom Lava-Dome entfernt auf städtischem Gelände. Ein Göpelwerk veranschaulicht, wie schwere Steine mit tierischer Kraft nach oben befördert wurden. Weitere Exponate zeigen Schritte der Steinbearbeitung, Werksteine, Skulpturen und eine Grubenschmiede. Der Freilichtbereich kann als eigene Entdeckungsrunde besucht werden. Für Kinder lässt sich hier gut mit dem vergleichen, was zuvor im Museum oder im Keller zu sehen war: vom vulkanischen Gestein bis zum bearbeiteten Gegenstand.
Der Skulpturenweg führt das Thema in die Stadt weiter. Die vollständige Route ist ungefähr neun Kilometer lang und verbindet zahlreiche Objekte in beiden Stadtteilen. Für einen Familienbesuch braucht es keine komplette Runde: Wählt wenige gut erreichbare Stationen aus und verbindet sie mit einem passenden Ortsweg. Die Museumslay kann dabei ein Ausgangspunkt sein. Ein anderes bekanntes Geoziel, die Wingertsbergwand, ist derzeit nicht zugänglich und gehört deshalb nicht zu den empfohlenen Besuchsbausteinen. Prüfe vor der Anreise außerdem die aktuellen Museums- und Führungstage.