Auf Schloss Voigtsberg in Oelsnitz im Vogtland begegnen Familien ganz unterschiedlichen Welten: den fantastischen Bildern einer Kinderbuchillustratorin, farbigen Mineralien und der Geschichte gewebter Teppiche. Dazu kommen die historischen Räume der Kernburg und die Außenbastion. Der Schlosskomplex ist damit ein vielseitiger Schwerpunkt für einen Familienbesuch. Entscheidet gemeinsam, ob Ihr vor allem Geschichten, Natur oder alte Technik entdecken möchtet.
Auf einen Blick
- Illusorium mit Regine Heineckes Bilderwelten: Die Ausstellung führt in das Werk der Kinderbuchillustratorin. Märchenfiguren und fantastische Szenen laden dazu ein, bekannte Geschichten wiederzuerkennen und über eigene Deutungen der Bilder zu sprechen.
- Mineraliengewölbe: In den Gewölberäumen der Kernburg werden Mineralien aus dem sächsischen Vogtland gezeigt. Informationen zu den Fundpunkten verbinden Formen und Farben mit der Landschaft ihrer Herkunft.
- Teppichmuseum: Muster, Symbole und Farben erzählen von der Oelsnitzer Teppichtradition. Historische Maschinen, darunter ein Axminster-Webstuhl und eine Orientstickmaschine, machen die industrielle Entwicklung anschaulich.
- Kernburg und Außenbastion: Historische Räume zeigen Wandmalereien, alte Deckenkonstruktionen und die St. Georgskapelle. Die begehbare Außenbastion ergänzt die Innenräume um einen anderen Blick auf die Burganlage.
Mit Bildern, Steinen und Mustern auf Entdeckung gehen
Im Illusorium lohnt es sich, ein einzelnes Bild genauer anzusehen. Welche Figur entdeckt Ihr zuerst, welche Geschichte könnte dahinterstecken? Regine Heinecke verband Literatur und bildende Kunst und illustrierte auch bekannte Märchen. Die Ausstellung gibt Raum für Gespräche zwischen jüngeren und älteren Besuchern.
Im Mineraliengewölbe werden Unterschiede sichtbar, die sich gut gemeinsam vergleichen lassen: Farbe, Glanz und Kristallform. Die Sammlung zeigt unter anderem Baryt, Wavellit und Fluorit aus vogtländischen Fundorten. Es handelt sich um eine Museumsausstellung; selbstständiges Sammeln an den genannten Orten gehört nicht zum Besuch.
Ein Schwerpunkt reicht für viele Fragen
Das Teppichmuseum führt von historischen Maschinen bis zu Mustern und ihrer Bedeutung. Schaut Euch an, wie ein Teppich aufgebaut ist und welche Motive wiederkehren. Die räumliche Präsentation über mehrere Ebenen macht deutlich, dass Textilien mehr sein können als ein alltäglicher Bodenbelag.
Wer tiefer einsteigen möchte, findet betreute Kinderführungen, Mineralienforscher, Bildergeschichten und Webangebote im Museumsprogramm. Diese Formate müssen vorangemeldet werden und richten sich nach Gruppengröße und Alter. Für eine einzelne Familie eignen sich zunächst die regulären Ausstellungen oder ein veröffentlichter Familientermin. Klärt vorab, welche Bereiche Eure Eintrittskarte umfasst und ob besondere Zugangsbedürfnisse berücksichtigt werden können.