In Querfurt können Familien die große Burganlage mit zwei unterschiedlichen Museumswelten verbinden. Historische Mauern und Türme machen die frühere Befestigung sichtbar. Eine Ausstellung erzählt von Ritterorden, während das benachbarte Kreisbauernmuseum alte Landmaschinen und ländlichen Alltag zeigt. Gesonderte Kinderprogramme ermöglichen einen spielerischen Zugang zu Geschichte und Handwerk. Wählt passende Schwerpunkte und berücksichtigt, dass einzelne Angebote vorher vereinbart werden müssen.
Auf einen Blick
- Burganlage Querfurt: Mauern, Türme und historische Gebäude geben dem Besuch einen anschaulichen Rahmen. Eine Kinderburgführung kann die Funktionen der Anlage erklären.
- Ausstellung Ritterorden – Ordensritter: Die Präsentation führt vom mittelalterlichen Ritterleben bis zur Tätigkeit von Orden in der Gegenwart. Kinderaktivitäten und ein Frage-Antwort-Spiel ergänzen den Rundgang.
- Kreisbauernmuseum Alte Burgschäferei: Landmaschinen, Kutschen, Schlitten und ein historisch eingerichtetes Bauernhaus erzählen vom Arbeiten und Wohnen auf dem Land.
- Buchbare Kinderprojekte: Gesonderte Programme greifen mittelalterlichen Alltag, Rollen in der Gesellschaft oder traditionelle Tätigkeiten auf. Thema und Termin werden vorab abgestimmt.
Eine Burg lesen lernen und Rittergeschichten einordnen
Schon bei den Gebäuden der Burg könnt Ihr mit Kindern nach Aufgaben suchen: Wo wurde gewohnt, wo war ein Zugang gesichert, und wie unterscheiden sich die Bauformen? Eine angemeldete Kinderburgführung führt altersgerecht durch ausgewählte Räume und Bereiche. Der freie Blick auf die Anlage ist dabei von der Zugänglichkeit einzelner Innenräume oder Türme zu unterscheiden. Beachtet die aktuellen Besucherinformationen.
In der Ausstellung Ritterorden – Ordensritter begegnet Ihr dem Thema aus mehreren Blickwinkeln. Es geht um mittelalterliche Lebensweisen ebenso wie um spätere und heutige Tätigkeiten von Orden. Kinder können an den dafür vorgesehenen Aktionen und Fragen anknüpfen. Sprecht gemeinsam darüber, welche Vorstellungen aus Geschichten bekannt sind und welche Aufgaben die Ausstellung tatsächlich beschreibt. Besondere Projekte ergänzen die normale Museumsbesichtigung.
Landmaschinen, Wohnräume und ein eigener Projekttag
Die Alte Burgschäferei liegt neben der Burganlage. Im Kreisbauernmuseum lassen sich Kutschen, Schlitten und verschiedene historische Landmaschinen vergleichen. Ein Bauernhaus mit Gegenständen aus den 1930er-Jahren zeigt eine andere Lebenswelt als die Burg. Fragt die Kinder, welche Tätigkeiten sie auf den ersten Blick erkennen und welche Geräte heute anders aussehen. Zur Anlage gehören außerdem bäuerliche Hoftiere; beachtet dafür die Hinweise vor Ort.
Wer Geschichte selbst ausprobieren möchte, kann ein passendes Kinderprojekt mit dem Museum vereinbaren. Je nach Programm stehen Rollen und Alltag im Mittelalter, Spiele oder Handwerk im Mittelpunkt. Diese Formate sind keine ständig frei nutzbaren Aktionen. Fragt nach Alter, Gruppengröße und Teilnahmebedingungen. Das Bauernmuseum hat eine eigene Saison und schließt im Winter regulär, während für das Burgmuseum andere Öffnungen gelten. Plant beide Einrichtungen deshalb gesondert.