Im Finsterbachgraben bei Lengmoos stehen die bekanntesten Erdpyramiden des Ritten. Aus hellem Moränenmaterial wachsen schmale Säulen, auf deren Spitzen große Steine liegen. Von den vorgesehenen Aussichtspunkten kannst Du diese ungewöhnlichen Naturformen kostenlos betrachten. Die Landschaft ist kein von Menschen errichtetes Bauwerk: Wasser und Verwitterung formen die Hänge laufend um und lassen neue Säulen entstehen, während andere mit der Zeit wieder verschwinden.
Der Deckstein schützt jeweils das darunterliegende Material vor Regen. Rundherum wird der weichere Boden abgetragen, sodass eine Säule stehen bleibt. Fällt ihr steinerner Hut ab, ist auch sie dem Regen stärker ausgesetzt. Dieser Prozess macht verständlich, warum die Formen unterschiedlich hoch und verschieden weit entwickelt sind. Bleibe auf dem ausgeschilderten Weg und hinter den Sicherungen; die empfindlichen Hänge und die Säulen selbst sind kein Klettergelände.
Von Klobenstein führt der Weg Nummer 24 über Lengmoos in Richtung der Aussichtspunkte und Maria Saal. Der vergleichsweise flache Spazierweg lässt sich auch mit einem Kinderwagen nutzen. Die Gehstrecke hängt vom gewählten Ausgangspunkt ab. Die Anreise mit Rittner Seilbahn und Rittner Bahn ist ein eigenes Verkehrsangebot. Weitere Erdpyramiden gibt es in Oberbozen und Unterinn; dieser Eintrag bezieht sich auf den Standort Lengmoos im Finsterbachgraben.