Zwischen Mombach und Gonsenheim liegt eine Landschaft, die sich deutlich von gewöhnlichen Stadtparks unterscheidet. Sandige Wege, lockere Kiefern, hohe Gräser und trockenheitsliebende Pflanzen prägen den Mainzer Sand. Auf den markierten öffentlichen Wegen kannst Du dieses besondere Naturschutzgebiet kostenlos erleben. Der Reiz liegt in den kleinen Unterschieden zwischen offenen Sandflächen, lichtem Bewuchs und geschützteren Gehölzbereichen.
Die Binnendünen entstanden nach der letzten Eiszeit aus Sand, den der Wind aus dem Flussbett des Rheins verfrachtete. Das trockene Klima und die nährstoffarmen Böden ermöglichten Pflanzen das Überleben, die sonst eher in südlichen oder östlichen Landschaften vorkommen. Ein Informationspfad mit farbig markierten Eichenpfosten und Tafeln erklärt die Entstehung, das Klima sowie besondere Tiere und Pflanzen. So wird aus einem Spaziergang zugleich eine kleine Entdeckungsreise in die Naturgeschichte der Region.
Die empfindlichen Flächen dürfen nicht als frei bespielbarer Sandplatz genutzt werden. Bleibe auf den gekennzeichneten Wegen, verhalte Dich ruhig und führe Hunde angeleint. Auch das Betreten scheinbar unbewachsener Stellen kann Pflanzen und Kleintiere schädigen. Offizielle Zugänge bestehen unter anderem über den Westring und die Unterführung Am großen Sand. Das Gebiet ist ein geschütztes Landschaftsziel, kein Bade- oder Freizeitbetrieb mit bewirtschafteten Einrichtungen.