Zwischen Bad Kreuznach und Bad Münster am Stein begleiten hohe Gradierwerke den Flusslauf der Nahe. Ihre langen Schwarzdornwände, Wasserräder und Gräben bilden eine ungewöhnliche Kulturlandschaft. Die öffentlichen Außenbereiche im Salinental sind ganzjährig kostenlos zugänglich. Ein Spaziergang verbindet den Blick auf die historischen Anlagen mit den bewaldeten und felsigen Hängen des Nahetals.
Die Gradierwerke waren ein wichtiger Schritt bei der Salzgewinnung. Sole wurde über die großen Reisigwände geleitet; durch Verdunstung stieg ihr Salzgehalt, bevor sie in der Siederei weiterverarbeitet wurde. Im Salinental stehen sechs dieser Bauwerke mit zusammen etwa einem Kilometer Länge. Weitere Anlagen befinden sich in den beiden Kurparks und gehören zu demselben historischen Zusammenhang. Triebwerkgräben, Wasserräder und ehemalige Produktionsgebäude ergänzen das Bild.
Der frei mögliche Landschaftsbesuch ist von der saisonalen Berieselung zu unterscheiden. Diese beginnt normalerweise in der Woche vor Ostern und endet witterungsabhängig bis etwa Mitte November. Während des Betriebs sind die Gradierwerke nach Besucherinformation gewöhnlich von 8 bis 21 Uhr berieselt. Im Winter bleibt der Spaziergang möglich, ohne dass damit laufende Soleanlagen zugesagt werden. Thermalbad, Schwimmbad, Behandlungen und Gastronomie sind eigenständige Angebote. Nutze die vorgesehenen Wege und respektiere technische Absperrungen.