Der jüdische Friedhof Heiliger Sand ist ein bedeutender Erinnerungsort mitten in Worms. Zwischen Bäumen und Grünflächen stehen zahlreiche historische Grabsteine an ihrem überlieferten Standort. Du kannst das Gelände während der veröffentlichten Besucherzeiten kostenlos betreten. Der Besuch gilt einem religiösen Ort und sollte entsprechend ruhig und respektvoll erfolgen.
Die ältesten erhaltenen Grabsteine reichen bis ins 11. Jahrhundert zurück. Unterschiedliche Formen, Inschriften und die über Jahrhunderte gewachsene Anordnung machen die lange Geschichte der jüdischen Gemeinde anschaulich. Der Friedhof gehört zu den SchUM-Stätten von Speyer, Worms und Mainz, die 2021 als UNESCO-Welterbe anerkannt wurden. Besonders bekannt ist der sogenannte Martin-Buber-Blick über die Grabsteine zum Wormser Dom, der die räumliche Nachbarschaft verschiedener Glaubenstraditionen sichtbar macht.
Männliche Besucher müssen eine Kopfbedeckung tragen. Bleibe auf den freigegebenen Wegen und vermeide jede Berührung oder Belastung der Grabsteine. Samstags und an den veröffentlichten jüdischen Feiertagen ist geschlossen; außerdem gelten eine winterliche Schließzeit und mögliche kurzfristige Änderungen. Der letzte Einlass liegt vor dem Ende der jeweiligen Besucherzeit. Eine Führung ist ein gesondertes Angebot und keine Voraussetzung für den individuellen Besuch. Der Eingang liegt am Willy-Brandt-Ring; nutze die verlinkten aktuellen Zugangshinweise.