Arona am südwestlichen Lago Maggiore hat für Familien mehr zu bieten als einen Spaziergang am Wasser. Über dem Ort liegen die Reste der Rocca Borromea, am Hang steht der riesige San Carlone, und im Naturpark Lagoni di Mercurago beginnt eine andere, stillere Landschaft. Wer mit kleinen Kindern unterwegs ist, kann am See bleiben und den Spielbereich in die Uferrunde einbauen. Mit größeren Kindern wird aus dem Besuch eine Mischung aus Burggeschichte, ungewöhnlicher Architektur und Naturbeobachtung.
Auf einen Blick
- Park der Rocca Borromea: Zwischen den Resten der einstigen Burg spazieren und den See von oben betrachten.
- San Carlone: Die riesige Statue von außen bestaunen oder mit geeigneten älteren Kindern ihr enges Inneres erkunden.
- Lagoni di Mercurago: Im Naturpark Wald, Wiesen, kleine Gewässer und Spuren früherer Besiedlung entdecken.
- Uferpromenade von Arona: Durch öffentliche Gärten mit Spielbereich bis zur Piazza del Popolo bummeln.
Burgruine und ein Blick aus der Statue
Die Rocca Borromea ist heute ein Park mit Überresten einer historischen Befestigung. Die frühere Burg wurde im Jahr 1800 zerstört; ein Besuch ist deshalb ein Spaziergang durch ein Ruinengelände und keine Besichtigung vollständig erhaltener Schlossräume. Für Familien sind die alten Mauern und der Blick auf den See ein schöner Anlass, sich mit der Geschichte des Ortes zu beschäftigen. Prüft für den Park den aktuellen Zugang und die Besuchszeiten.
Beim San Carlone lässt sich schon von außen gut erkennen, wie gewaltig die Statue des heiligen Karl Borromäus ist. Für den Aufstieg im Inneren gelten besondere Bedingungen: Kinder werden ab sechs Jahren zugelassen und müssen bis einschließlich zwölf von Erwachsenen begleitet werden. Eine Wendeltreppe und eine steile senkrechte Leiter führen hinauf. Überlegt gemeinsam, ob die engen Verhältnisse und der Aufstieg zu Euren Kindern passen. Ein Besuch im äußeren Bereich kann auch ohne diese Kletterpartie interessant sein.
Am See entlang und hinaus in die Natur
Die Uferstrecke führt von Corso Europa in Richtung Piazza del Popolo. Unterwegs liegen Bänke, öffentliche Gärten, ein Spielbereich und eine große Fontäne. Auf der anderen Seeseite ist die Rocca di Angera zu sehen. Ihr könnt die Runde jederzeit kürzer halten und Euch einen Abschnitt für einen entspannten Spaziergang aussuchen. Wer die Ruine und den Bereich um San Carlo ohne dieselben Fußwege verbinden möchte, kann innerhalb der Saison die Haltestellen des Arona Express prüfen.
Der Naturpark Lagoni di Mercurago schützt eine abwechslungsreiche Landschaft aus Wald, Feuchtgebieten, kleinen Gewässern und offenen Flächen. Hier wurden auch Zeugnisse vorgeschichtlicher und späterer Besiedlung gefunden. Plant anhand der Parkkarte eine passende Runde und bleibt auf den vorgesehenen Wegen. Die archäologische Geschichte ergänzt die Naturbeobachtung, doch die gefundenen Originalobjekte liegen nicht einfach am Wegesrand: Viele werden in Museen verwahrt. Für einen Familientag genügt ein ausgewählter Teil des Parks, statt sämtliche Wege auf einmal abzugehen.