Auf dem Schlossberg über Neuenbürg liegen Schlossanlage, Garten und Burgruine eng beieinander. Für einen Ausflug ins Freie lohnt sich besonders der Weg durch den ummauerten Schlossgarten zur sogenannten Hinteren Burg. Zwischen historischen Mauern und Grünflächen lässt sich die lange Geschichte dieses Ortes erkunden, ohne das kostenpflichtige Schlossmuseum zu besuchen.
Der Garten entstand im 17. Jahrhundert als Kirschgarten zwischen Schloss und älterer Burg. Die umgebende Mauer macht seine Lage bis heute deutlich. Am östlichen Ende stehen die Reste der Hinteren Burg mit Ringmauer, Wehrgang, Türmen und einem tiefen Halsgraben. Die erhaltenen Bauteile lassen erkennen, dass dieser Bereich ursprünglich andere Aufgaben hatte als die späteren Schlossflügel.
Im 16. Jahrhundert wurde die Burg zu einem Fruchtkasten, also einem Speicher, umgebaut. An der Südseite sind Ladeluken erhalten; eine trägt die Jahreszahl 1572. Solche Details geben dem Spaziergang einen zweiten Blick auf die Ruine: Neben der Wehrarchitektur werden auch Spuren der späteren wirtschaftlichen Nutzung sichtbar. Heute wird der Ort außerdem für Veranstaltungen und angemeldete Feiern genutzt.
Zu Fuß erreicht man den Schlossberg über die Hintere Schlosssteige oder über die steilere, gepflasterte Vordere Schlosssteige vom Marktplatz. Am Schloss stehen nur begrenzt Parkplätze zur Verfügung. Der Besuch der Außenanlage ist vom Museum mit seiner Märcheninszenierung und von gebuchten Führungen getrennt. Die Grillstelle in der Ruine muss angemietet werden; sie ist kein frei nutzbarer Grillplatz. Bei Veranstaltungen sind örtliche Zugangshinweise zu beachten.