Hoch über dem linken Moselufer steht die Trierer Mariensäule auf dem Pulsberg. Schon von vielen Stellen in der Stadt ist ihre schlanke Gestalt zu erkennen. Oben öffnet sich der Blick über den Fluss, die Dächer und die umgebenden Höhen. Die frei zugängliche Anlage ist ein kostenloses Ausflugsziel für alle, die Trier einmal aus etwas Abstand und von einer erhöhten Perspektive erleben möchten.
Die Säule wurde 1866 eingeweiht und steht auch für die konfessionellen Spannungen des 19. Jahrhunderts. Nachdem die Konstantinbasilika als evangelische Kirche genutzt wurde, sollte das weithin sichtbare katholische Denkmal ein eigenes Zeichen setzen. Dafür wählte man bewusst neugotische Formen. Heute ist der Ort vor allem wegen seiner Aussicht bekannt. Du kannst das Bauwerk mit seiner Marienfigur betrachten und anschließend die markanten Linien von Mosel, Brücken und Stadtlandschaft im Panorama suchen.
Das letzte Stück des Zugangs muss zu Fuß zurückgelegt werden. Plane deshalb auch dann einen Fußweg ein, wenn Du mit dem Auto oder Bus in die Nähe kommst. Bei ungünstiger Witterung können Wege und Aussicht eingeschränkt sein; festes Schuhwerk und Tageslicht erleichtern den Besuch. Die Säule ist ein Denkmal und kein regulär begehbarer Aussichtsturm. Respektiere örtliche Absperrungen und halte die Zugänge für andere Besucher frei.