In Eilenburg können Familien Stadtgeschichte auf mehreren Ebenen entdecken: im Museum „Roter Hirsch“, bei einer geführten Tour durch die Bergkeller und draußen auf dem Burgberg. Alte Puppenstuben und ein historisches Klassenzimmer geben Kindern konkrete Einblicke in früheren Alltag. Für eine Bewegungspause nennt die Stadt öffentliche Spielbereiche im Stadtpark und am Grünen Ring. Wählt zwischen einem selbstständigen Museumsbesuch, einem vorher vereinbarten Programm und einem Spaziergang; nicht alle Erlebnisse sind ohne Anmeldung zugänglich.
Auf einen Blick
- Stadtmuseum im Roten Hirsch: Die Ausstellung erzählt von der Geschichte Eilenburgs. Historische Puppenstuben und ein eingerichtetes Klassenzimmer der 1920er-Jahre bringen frühere Lebenswelten näher.
- Bergkeller mit Führung: Ein weitläufiges Gang- und Kellersystem liegt unter dem Eilenburger Berg. Besichtigungen sind ausschließlich im Rahmen einer Führung möglich und werden über das Museum organisiert.
- Historischer Burgberg: Das Plateau mit Burgtor, Mauern und erhaltenen Türmen ist ein Ort für die Begegnung mit der frühen Stadtgeschichte. Die Besichtigung im Freien ist vom Zugang zu einzelnen Türmen zu unterscheiden.
- Öffentliche Spielbereiche: Im Stadtpark und am Nordring im Grünen Ring gibt es städtische Spielflächen. Sie ergänzen die Kulturziele mit einer frei wählbaren Pause zum Bewegen.
Puppenstuben anschauen oder ein eigenes Rätselprogramm buchen
Im Roten Hirsch lassen sich unterschiedliche Zeiten miteinander vergleichen. Wie wurden Zimmer eingerichtet, und wie sah ein Schulraum vor vielen Jahrzehnten aus? Die historischen Puppenstuben lenken den Blick auf kleine Details. Wählt einzelne Gegenstände aus und überlegt gemeinsam, was davon auch heute noch vertraut wirkt.
Für Familien und Gruppen bietet das Museum besondere Programme an. Dazu gehören eine historische Klassenstunde und Rätselspiele, bei denen eine Schatztruhe geöffnet werden soll. Diese Erlebnisse werden gebucht und sind kein automatisch laufender Bestandteil jedes Ausstellungsbesuchs. Das historische Klassenzimmer ist im Unterschied zu den übrigen Museumsräumen nicht über Aufzug oder Rampen erreichbar.
Vom Kellergewölbe hinauf ins Freie
Die Bergkeller haben eine lange Geschichte als Lager- und Produktionsräume und waren auch in Kriegszeiten ein Zufluchtsort. Auf einer Führung könnt Ihr die erhaltenen Gänge kennenlernen und erfahren, wie ihre unterschiedlichen Nutzungen zusammenhängen. Der Museumsbetreiber bittet für diese Tour um warme Kleidung, festes Schuhwerk und eine Taschenlampe für jede teilnehmende Person.
Plant einen Kellerbesuch vorab und besprecht die Eignung für Eure Kinder mit dem Museum. Draußen setzt der Burgberg einen anderen Schwerpunkt: Betrachtet Mauern und Tore und überlegt, warum eine Burg auf einem erhöhten Platz angelegt wurde. Für eine anschließende Spielpause stehen die städtischen Flächen zur Auswahl. Burgberg, Museum und Spielplätze sind einzelne Ziele mit eigenen Wegen; Ihr bestimmt, was an einem Tag zusammenpasst.