In Penzberg könnt ihr mit Kindern auf zwei sehr unterschiedliche Entdeckungsreisen gehen: Das Bergwerksmuseum erzählt von der Arbeit unter Tage, das Museum Penzberg stellt Kunst und Stadtgeschichte vor. Draußen führt die Berghalde zu Spielmöglichkeiten und einer Aussicht über das Voralpenland. So lässt sich ein Museumsbesuch mit Bewegung verbinden, ohne den ganzen Tag im Voraus festzulegen.
Auf einen Blick
- Bergwerksmuseum: Die Dauerausstellung erklärt die Geschichte des Penzberger Kohlebergbaus und die Arbeit der Bergleute.
- Sammlung Campendonk: Im Museum Penzberg stehen Kunstwerke Heinrich Campendonks und die Entwicklung der Stadt im Mittelpunkt.
- Aussicht auf der Berghalde: Die frühere Abraumhalde ist heute ein öffentliches Freizeitgebiet mit Wegen, Sitzplätzen und Alpenblick.
- Spielplatz und Geländerutsche: Auf dem Südteil der Berghalde gibt es einen großen Kinderspielplatz mit langer Rutsche.
Zwei Museen mit verschiedenen Blickwinkeln
Das Bergwerksmuseum macht verständlich, warum ausgerechnet der Kohleabbau Penzberg geprägt hat. Beim Rundgang geht es um Arbeitsbedingungen, technische Entwicklungen und den früheren Alltag. Lasst die Kinder überlegen, welche Gegenstände beim Arbeiten unter Tage unverzichtbar gewesen sein könnten. Die Ausstellung ist ein Museum und kein frei begehbares aktives Bergwerk. Ob eine Führung oder ein betreutes Angebot verfügbar ist, klärt ihr über die Besuchsinformationen des Hauses.
Das Museum Penzberg – Sammlung Campendonk setzt einen anderen Schwerpunkt. Hier könnt ihr euch Zeit für Farben und Formen nehmen und ausgewählte Bilder miteinander vergleichen. Ein kostenloser Audioguide begleitet die Dauerausstellung und Stadtgeschichte über das eigene Handy; Kopfhörer sind dafür hilfreich. Einzelne Kunstwerke genauer anzusehen kann für Kinder ergiebiger sein als alle Räume im gleichen Tempo zu durchlaufen. Für den Museumsbesuch gelten Eintrittsbedingungen. Öffentliche Führungen und zusätzliche Vermittlungsangebote haben ihre eigenen Termine.
Von der Bergbaugeschichte zum Freizeitgelände
Die Berghalde verbindet den Ausflug im Freien mit der Geschichte, die euch im Museum begegnet. Aus dem Abraum des Bergwerks ist ein bewachsenes Freizeit- und Erholungsgebiet entstanden. Vom Plateau schaut ihr über das Loisach-Kochelseemoos und in Richtung Alpen. Bänke und ein Pavillon geben Gelegenheit zum Verschnaufen. Der Weg nach oben gehört zum Ausflug dazu; wählt bei Nässe oder winterlichen Bedingungen eine Strecke, die zu den Kindern passt.
Auf dem Südteil der Berghalde wartet ein großer Spielplatz mit langer Geländerutsche. Weitere Sport- und Bewegungsflächen liegen im Freizeitgebiet verteilt. Für kleinere Kinder kann schon die Kombination aus einem Museum und einer ausgedehnten Spielpause genügen. Achtet bei der Museumsplanung auf die unterschiedlichen Besuchstage: Das Bergwerksmuseum ist regulär mittwochs, donnerstags, samstags und sonntags geöffnet. In der Sammlung Campendonk führen Ausstellungsarbeiten zu einzelnen zusätzlichen Schließtagen. Beide Häuser deshalb unmittelbar vor dem Besuch getrennt prüfen.