Am östlichen Hang des Hohen Meißners liegt der Frau-Holle-Teich in einer von Bäumen umgebenen Bergsenke. Der Sagenort lässt sich kostenlos besuchen und bietet eine ruhige Verbindung von Landschaft und regionaler Erzähltradition. Schilf, wechselnde Spiegelungen und der alte Baumbestand prägen den Blick auf das Wasser. Eine Bank am Ufer lädt dazu ein, sich Zeit für den Ort zu nehmen.
Viele Geschichten verbinden den Teich mit Frau Holle. Der Überlieferung nach soll er den Eingang zu ihrem unterirdischen Reich bilden. Auch die Brüder Grimm besuchten diesen Ort. Was in den Sagen als unendlich tief erscheint, ist in der Natur eine auf einer Tonschicht aufgestaute Wassersenke. Quelle, Niederschläge und zufließendes Wasser speisen den Teich. Eine Holzskulptur von Viktor Donhauser greift die Figur der Frau Holle auf und ergänzt den Landschaftsbesuch.
Der Teich gehört zu den geologischen Besonderheiten des Hohen Meißners und ist zugleich ein empfindlicher Lebensraum. Im Frühjahr nutzen Amphibien das Gewässer zur Fortpflanzung. Bleibe deshalb auf den vorgesehenen Uferwegen, störe Tiere nicht und schone die Vegetation. Der Landschaftsbesuch ist kein Badeangebot. Bei winterlicher Glätte oder Sturm ist die örtliche Situation zu berücksichtigen. Geführte Erzähl- oder Naturveranstaltungen haben eigene Termine und sind für den selbstständigen Besuch nicht erforderlich.