Die Friedrichsau ist Ulms größte Parkanlage und umfasst 43 Hektar am östlichen Rand der Innenstadt. Der Park grenzt an die Donau und ist von Wasser, Wiesen und altem Gehölz geprägt. Zu den markanten Punkten gehören der Obere, Mittlere und Untere Ausee, die offenen Rasenflächen und die langen Wegeachsen, die sich für Spaziergänge ebenso eignen wie für eine größere Runde mit dem Fahrrad.
Bemerkenswert ist der Baumbestand: In der Friedrichsau wachsen 1.300 Bäume aus mehr als 50 Arten. Ein rund zwei Kilometer langer Baumlehrpfad verbindet ausgewählte Exemplare. Dazu kommen jüngere Wildblumenflächen und das Staudental. Im Frühjahr bilden Narzissen mit Sortennamen wie „February Gold“, „Peeping Tom“ und „Golden Harvest“ zusätzliche Farbfelder im Park. Die heutige Form als weitläufige, geschwungene Anlage geht wesentlich auf die Umgestaltung zur Landesgartenschau zurück.
Tiergarten, Spielplätze, Sportflächen und Biergärten in einem Park
Die Friedrichsau ist nicht nur Grünfläche, sondern ein dicht genutztes Freizeitareal. Direkt im Park oder an seinem Rand liegen der Tiergarten Ulm, Aktiv-Spielplätze, Sportangebote und mehrere gastronomische Ziele. Auf der Tourismusseite reicht die Spannweite ausdrücklich von Beachvolleyball über Kletterwand und Spielplatz bis zur Meditation unter dem Kronendach alter Bäume.
- Tiergarten als festes Ausflugsziel innerhalb der Parkanlage
- Spiel- und Bewegungsflächen für Kinder und Jugendliche
- Wege für Spaziergang, Jogging und Radrunden
- Biergärten und Gaststätten mit langer Tradition, darunter die Teutonia in der Friedrichsau
- Kunst im Park, unter anderem Skulpturen von Erich Hauser und Franz Bernhard
- Fest- und Veranstaltungsflächen im Parkumfeld
Gerade diese Mischung macht die Friedrichsau in Ulm so alltagstauglich: Zwischen ruhigen Uferbereichen und stärker genutzten Zonen liegen nur wenige Gehminuten.
Seit 1811 als Spazierpark angelegt – heute mit Baumlehrpfad und Biberpfad
Die Geschichte der Friedrichsau beginnt im Jahr 1811. Damals wurde das Gelände aus einer sumpfigen Auenlandschaft zu einem neuen Spazierpark entwickelt; König Friedrich I. gab dem Areal nicht nur seinen Namen, sondern unterstützte die Anlage auch finanziell. Spuren dieser langen Entwicklung sind bis heute ablesbar: historische Namen wie Dianawiese, traditionsreiche Gaststätten und die Verbindung von gestalteter Parklandschaft mit naturnahen Abschnitten an Wasserläufen und Seen.
Zur heutigen Nutzung gehört auch die ökologische Seite des Parks. Wieder heimische Biber beeinflussen Ufer und Wege, worauf ein eigener Biberpfad aufmerksam macht. Wer die Friedrichsau nicht nur als Liegewiese oder Durchgang nutzen will, findet damit mehrere Ebenen auf engem Raum: Stadtgeschichte, Garten- und Landschaftsgestaltung, Naturbeobachtung und klassische Naherholung an der Donau.