Das Münster St. Petrus und Paulus beherrscht mit seinen beiden Türmen die Klosteranlage Obermarchtal hoch über der Donau. Der gewöhnliche Kirchenbesuch ist kostenlos. Der Bau gehört zu den bedeutenden frühbarocken Kirchen Oberschwabens und lässt sich als eigener Kulturstopp an der Oberschwäbischen Barockstraße besuchen.
Die frühere Prämonstratenser-Stiftskirche entstand ab 1686 und wurde 1701 geweiht. Michael und Christian Thumb sowie Franz Beer prägten Planung und Ausführung. Im Inneren wirkt vor allem das Zusammenspiel von weißem Stuck und wechselndem Tageslicht. Anders als in vielen anderen Barockkirchen bestimmen hier keine Deckenfresken den Raumeindruck. Wessobrunner Stuckarbeiten, der monumentale Hochaltar und das Chorgitter setzen besondere Akzente. Die Hauptorgel von Johann Nepomuk Holzhay ergänzt die kunsthistorische Ausstattung. Von außen bildet das Münster mit den Klosterflügeln ein weithin sichtbares Ensemble.
Die Kirche dient weiterhin Gottesdiensten und der Wallfahrt; Besichtigungen müssen auf diese Nutzung Rücksicht nehmen. Führungen durch weitere Räume der Anlage sind eigene, vorher zu buchende Angebote. Die hohen Doppeltürme dürfen ausschließlich mit Führung bestiegen werden. Ein Kirchenbesuch eröffnet daher keinen allgemeinen Zugang zu Türmen, Schulbereichen, Bibliothek oder Refektorium. Wähle für einen ruhigen Rundgang eine Zeit außerhalb der Gottesdienste und beachte Hinweise vor Ort.