Herrnhut verbindet Ortsgeschichte mit weltweiten Verbindungen. Im Heimatmuseum begegnet Ihr alten Wohnstuben, besonderen Uhren und historischen Spielsachen. Der Welterbe-Infopunkt im Kirchensaal erklärt das Leben und die Geschichte der Brüdergemeine mit multimedialen Angeboten und einer Spielecke für Kinder. Draußen führen der historische Ortskern und ein Skulpturenpfad zu weiteren Entdeckungen. Für Familien lohnt sich eine Auswahl aus einem Innenbesuch und einem Spaziergang, dessen Länge Ihr selbst bestimmt.
Auf einen Blick
- Heimatmuseum Herrnhut: Historische Wohnräume, Handwerkszeug und Alltagsgegenstände erzählen vom Leben in der Stadt. Zu den besonderen Objekten gehören eine astronomische Uhr, alte Geduldspiele und Puppenmöbel.
- Welterbe-Infopunkt im Kirchensaal: Die Ausstellung „gemeinsam glauben leben“ verbindet Geschichte und Gegenwart der Herrnhuter Brüdergemeine. Einfache Sprache, Medienangebote und eine Spielecke schaffen unterschiedliche Zugänge.
- Historischer Ortskern und Gottesacker: Die Stadt bietet Führungen durch den Ortskern und zum denkmalgeschützten Gottesacker an. Dabei lassen sich die besondere Anlage des Ortes und seine religiöse Geschichte kennenlernen.
- Skulpturenpfad nach Großhennersdorf: Siebzehn Kunstwerke begleiten die etwa sechs Kilometer lange Strecke zwischen Herrnhut und Großhennersdorf. Die Skulpturen greifen Themen aus der Geschichte und Gedankenwelt der Brüdergemeine auf.
Vom Leben in Herrnhut zu Geschichten aus aller Welt
Im Heimatmuseum sind die „Alt-Herrnhuter Stuben“ ein guter Ausgangspunkt. Vergleicht Möbel, Tapeten und Gegenstände mit Eurem Alltag. Die astronomische Uhr von 1785 zeigt, wie viel Wissen und Handwerk in einem einzelnen Objekt stecken kann. Historisches Spielzeug, ein Reiseharmonium und eine Silberschmiedewerkstatt eröffnen weitere Themen; ausgestellte Spielsachen sind Museumsobjekte und nicht automatisch zum Benutzen gedacht.
Im Kirchensaal lenkt der Welterbe-Infopunkt den Blick auf die weltweiten Beziehungen der Brüdergemeine. Musik, Bilder und unterschiedliche Lebensgeschichten ergänzen die Texte. Die Ausstellung behandelt auch schwierige Kapitel der Geschichte. Die Spielecke gibt jüngeren Kindern einen eigenen Anknüpfungspunkt. Besichtigungsmöglichkeiten und Führungen klärt Ihr über die Gästearbeit beziehungsweise die Tourist-Information.
Den Ortskern erkunden oder Kunst am Weg entdecken
Rund um den Kirchensaal und im historischen Ortskern könnt Ihr auf Gebäudeformen und die Anordnung der Straßen achten. Ein Besuch des Gottesackers führt an einen Ort des Gedenkens. Bewegt Euch dort ruhig und respektvoll; für Zusammenhänge und Hintergründe bietet sich eine vorher vereinbarte Stadtführung an.
Wer weiter hinaus möchte, findet auf dem Skulpturenpfad eine Verbindung von Landschaft, Kunst und Geschichte. Die angegebenen sechs Kilometer beziehen sich auf die einfache Strecke nach Großhennersdorf. Plant den Rückweg gesondert oder wählt einen kürzeren Abschnitt mit ausgewählten Skulpturen. So bleibt genügend Zeit, einzelne Formen anzuschauen und darüber zu sprechen, was Ihr darin erkennt.