Mitten im Wald zwischen Martinskapelle und Brend liegen die Günterfelsen. Die großen, abgerundeten Granitblöcke bilden eine eindrucksvolle Gruppe und sind vielerorts mit Moos bewachsen. Du kannst das Naturdenkmal kostenlos über die Wanderwege erreichen. Zwischen den Bäumen wirken die Felsen fast wie aufeinandergelegte Steinsäcke und bieten immer wieder neue Perspektiven.
Die ungewöhnlichen Formen entstanden an Ort und Stelle durch die Verwitterung des Granits. Wasser drang in Klüfte und Spalten ein, weichere Bestandteile wurden fortgetragen und die rundlichen Blöcke blieben zurück. Dieser Vorgang wird Wollsackverwitterung genannt. Die Felsen wurden also nicht von einem Gletscher hierhertransportiert. Wer die einzelnen Formen betrachtet, bekommt einen anschaulichen Eindruck davon, wie lange natürliche Prozesse eine Landschaft verändern können.
Die Felsgruppe liegt nicht weit vom Brendweg entfernt, ungefähr zwölf Gehminuten von der Martinskapelle in Richtung Brend. Damit lässt sich der Besuch gut in einen Spaziergang im Höhengebiet einbauen. Auch eine längere Wanderung zum Brend ist möglich, dortige Angebote und Turmöffnungen sind gesondert zu beachten. Halte dich an die vorhandenen Wege und achte auf rutschige Steine und Wurzeln. Für den Waldbesuch sind feste Schuhe sinnvoll. Der Anreiselink führt zu den Günterfelsen als Fußziel; ein konkreter Parkplatz wird damit nicht zugesagt.