Auf dem Ohmenberg unterhalb von St. Märgen steht die Ohmenkapelle, die dem Apostel Judas Thaddäus geweiht ist. Schon aus dem Dorf fällt der kleine Sakralbau in der offenen Landschaft auf. Der Weg dorthin führt zu einem stillen Ausflugsziel, das sich mit einem Spaziergang vom Ortskern verbinden lässt. Das letzte Stück wird zu Fuß zurückgelegt.
Die Geschichte der Wallfahrt reicht ins 18. Jahrhundert zurück. Propst Andreas Dilger ließ 1726 zunächst eine hölzerne Kapelle errichten; 1736 wurde ein steinerner Bau eingeweiht. Bis heute kommen Menschen aus dem Schwarzwald und der Oberrheinregion hierher. Bei einem Besuch lohnt sich sowohl der Blick auf die Lage der Kapelle als auch auf die sakrale Ausstattung im Inneren, sofern die Kirche geöffnet ist.
Zum Hochaltar gehören Darstellungen des Kirchenpatrons und der Engel sowie Figuren der Apostel Petrus und Andreas. Weitere Altäre, Figuren und Gemälde prägen den kleinen Kirchenraum. Für die Ohmenkapelle werden öffentliche Wallfahrtsgottesdienste angekündigt. Der aktuelle Pfarrkalender nennt die einzelnen Termine; sie sind von allgemeinen Besichtigungszeiten zu unterscheiden. Während der Gottesdienste steht die religiöse Feier im Mittelpunkt.
Ein geeigneter Ausgangspunkt ist der Parkplatz beim Rathaus am Rathausplatz in St. Märgen. Von dort geht es zu Fuß zur Kapelle. Der Weg und die Außenbesichtigung lassen sich ohne Eintritt erkunden. Wer den Innenraum besuchen möchte, plant den Aufenthalt nach den aktuellen Angaben der Kirchengemeinde.