Bregenzerwälder Architektur entdecken: Werkraumhaus, Frauenmuseum und Angelika Kauffmann Museum nach Material, Raum und Nutzung betrachten.
Im Bregenzerwald kannst Du Architektur an ganz konkreten Fragen entdecken: Was trägt das Dach? Wie kommt Licht in den Raum? Wo wird ein altes Haus weitergebaut? Drei öffentlich besuchbare Kulturhäuser geben darauf unterschiedliche Antworten. Wähle eines als Schwerpunkt und reserviere genügend Zeit, auch das Gebäude selbst wahrzunehmen.
Werkraumhaus Andelsbuch: ein großes Dach als gemeinsamer Rahmen
Peter Zumthor entwarf das 2013 eröffnete Werkraumhaus. Seine weit ausgreifende Dachfläche und die gläserne Hülle machen den Bau zu einem gut erkennbaren Ort im Dorf. Hier zeigt sich das Handwerk des Bregenzerwaldes in Ausstellungen und gestalteten Alltagsgegenständen.
Beginne deinen Blick auf das Haus draußen: Wie weit reicht das Dach über die Glasfront hinaus, und was spiegelt sich darin? Im Inneren kannst Du anschließend beobachten, wie Möbel und Objekte im großen Raum stehen. Diese Fragen funktionieren unabhängig davon, welche Ausstellung gerade läuft. Werkraum Depot und Führungen sind gesonderte Angebote; prüfe vor dem Besuch das jeweilige Format.
Die regulären Öffnungszeiten liegen dienstags bis freitags bei 10 bis 18 Uhr, samstags bei 10 bis 16 Uhr. Für Veranstaltungen und Ausstellungswechsel kann ein eigener Kalender gelten.
Frauenmuseum Hittisau: ein Gebäude mit mehreren Aufgaben
Das im Jahr 2000 eröffnete Gebäude des Büros Cukrowicz Nachbaur verbindet Frauenmuseum, Feuerwehr und Musikprobenräume. Besonders aufschlussreich ist der Umgang mit Materialien: Im Museumsbereich steht unbehandelte heimische Weißtanne im Vordergrund; der Feuerwehrbereich arbeitet mit Beton, Stahl und Glas.
Die große Verglasung des Museums stellt einen Bezug zum Dorf her. Achte beim regulären Museumsbesuch darauf, wie sich Holz, Licht und Blick nach außen auf die Räume auswirken. Für diese Beobachtung brauchst Du keine Fachbegriffe. Die weiteren Nutzungen des Hauses erklären die Architektur, gehören aber nicht automatisch zum öffentlich begehbaren Museumsbereich.
Angelika Kauffmann Museum: Neues im alten Kleberhaus
In Schwarzenberg steckt der moderne Ausstellungsraum im ehemaligen Wirtschaftsteil eines historischen Bregenzerwälder Hauses. Der 2007 eröffnete Museumsumbau stammt von Dietrich Untertrifaller. Außen bleibt das alte Haus erkennbar; innen wird sichtbar, wie zeitgemäße Museumsräume in die vorhandene Struktur eingefügt wurden.
Im früheren Wohnteil zeigt das Heimatmuseum Räume der bäuerlichen Alltagskultur, darunter Schopf, Küche, Stube und Gaden. Vergleiche beim Rundgang Maßstab und Licht der alten Wohnräume mit dem Ausstellungsbereich. So erzählt der Besuch zugleich von Kunst, Wohnen und dem Weiterbauen. Prüfe die laufende Ausstellungssaison; die genannten regulären Besuchstage allein bedeuten keine durchgehende Winteröffnung.
Eine kleine Architekturübung für unterwegs
Notiere nach dem Besuch drei Dinge: ein Material, das dir aufgefallen ist; einen Übergang zwischen innen und außen; und eine Lösung, die den Alltag der Menschen im Haus erleichtert. Wer zwei Häuser besucht, kann diese Beobachtungen vergleichen. Fotografiere nur, soweit es die jeweiligen Hausregeln erlauben, und behandle Wohn- und Arbeitsbereiche außerhalb des Besucherangebots entsprechend.
Quellen und aktuelle Besuchshinweise
Geprüft am 21. September 2026. Maßgeblich für deinen Besuch sind aktuelle Öffnungen, Sperrungen und Hinweise vor Ort.
- Vorarlberg Tourismus: Werkraum Bregenzerwald
- Werkraum: Öffnung, Eintritt und Sondertermine
- Frauenmuseum Hittisau: Architektur
- Gemeinde Schwarzenberg: Angelika Kauffmann Museum
- Angelika Kauffmann Museum: Heimatmuseum
- Angelika Kauffmann Museum: Besuchszeiten
Bildnachweis
Werkraumhaus in Andelsbuch, entworfen von Peter Zumthor. Aufnahme vom 19. September 2013. Foto: Böhringer Friedrich · CC BY-SA 3.0 Österreich · Originalbild und Quelle. Für die Webdarstellung verkleinert, umgewandelt und gegebenenfalls beschnitten. Bearbeitungen stehen unter derselben Lizenz.


