450 Höhenmeter ab Alberschwende oder eine kurze Moorwaldrunde am Bödele: So wählst du zwischen Brüggelekopf und Fohramoos für deinen Herbsttag.
Ein Gipfelblick über den Bregenzerwald oder eine kurze Runde durch Moorwald: Brüggelekopf und Fohramoos bieten zwei sehr unterschiedliche Ausflüge in Vorarlberg. Beide eignen sich für einen herbstlichen Landschaftsbesuch, wenn Wege und Wetter zum Vorhaben passen. Die Wahl hängt vor allem davon ab, wie viel Aufstieg du möchtest. Rund um Alberschwende steht ein Bergtag im kleinen Format an; am Bödele bleibt die empfohlene Moorwaldrunde deutlich kürzer und höhenärmer.
Brüggelekopf: Die Aussicht wird erwandert
Der Brüggelekopf ist mit 1.182 Metern die höchste Erhebung im Gemeindegebiet Alberschwende. Vom Ortszentrum sind ungefähr 450 Höhenmeter zu überwinden. Die Gemeinde stellt mehrere Aufstiegswege vor; deren Steilheit und Markierung unterscheiden sich. Für die Planung zählt deshalb die gewählte Route, nicht nur der Name des Gipfels. Die Variante über Tannen und Greban findest du im verlinkten All-Active-Eintrag.
Der frühere Sessellift ist aufgelassen. Plane den Ausflug daher mit einem vollständigen Auf- und Abstieg zu Fuß. Das verändert auch die Zeitreserve: Eine gemütliche Pause oben gehört ebenso zum Tag wie die Rückkehr ins Dorf. Wenn dir bei der Vorbereitung bereits der Aufstieg zu lang erscheint, solltest du eine kleinere Tour wählen. Ein Gipfelziel muss nicht unbedingt an diesem Tag erreicht werden.
Bei guter Sicht öffnet sich der Blick in verschiedene Richtungen, vom Bregenzerwald bis zum Bodensee und zu den Schweizer Bergen. Nimm dir oben Zeit für die Orientierung: Wo liegt Alberschwende, und welche Landschaftsräume lassen sich voneinander unterscheiden? Für Kinder kann ein selbst gewählter markanter Punkt spannender sein als eine Liste von Bergnamen. Einkehrmöglichkeiten haben eigene Öffnungszeiten und sollten vorab geprüft werden, wenn ihr darauf angewiesen seid.
Fohramoos: Wenige Kilometer mit vielen Details
Die offizielle Runde am Bödele ist 3,53 Kilometer lang und enthält ungefähr 61 Höhenmeter Aufstieg. Als reine Gehzeit wird etwa eine Stunde angegeben. Sie beginnt an der Passhöhe Bödele und verbindet den Bödelesee mit dem Moorwald. Das ist die bessere Wahl, wenn du wenig Zeit hast oder eine kurze Naturpause suchst. Auch hier bleiben Pausen, Anreise und ein langsamer Blick auf die Umgebung zusätzliche Zeitbausteine.
Im Fohramoos lohnt sich die Aufmerksamkeit für kleine Unterschiede. Birken und Nadelbäume, dunkle Wasserflächen und wechselnder Waldboden lassen die Landschaft anders wirken als ein gewöhnlicher Forstweg. Du brauchst keine botanischen Vorkenntnisse, um diese Veränderungen zu entdecken. Vergleiche lieber Formen und Farben, als Pflanzen bestimmen und sammeln zu wollen. Der Bödelesee ist ein eigener Landschaftsbaustein; er ist nicht mit dem gesamten Moor gleichzusetzen.
Die Runde führt durch ein geschütztes Gebiet. Bleibe auf dem markierten Weg, betrete keine Moorflächen abseits davon und lass Pflanzen sowie andere Naturmaterialien liegen. Ein stiller Aufenthalt ist hier besonders passend. Tierbeobachtungen können sich ergeben, sind aber kein zugesichertes Programm. Wer einen Beobachtungshalt einlegt, lässt anderen Wandernden genug Platz zum Vorbeigehen.
Im Herbst entscheidet auch die Höhenlage
Obwohl die Fohramoos-Runde wenig Steigung enthält, liegt ihr Ausgangspunkt am Bödele höher als der Start in Alberschwende. Ein milder Morgen im Tal schließt Schnee, Eis oder kalte Nässe am Ausflugsort nicht aus. Prüfe deshalb die Bedingungen am jeweiligen Ziel und aktuelle Hinweise kurz vor der Anreise. Bei Sturm, Vereisung oder ungeeigneten Wegverhältnissen verschiebst du den Ausflug. Die kurze Distanz macht einen rutschigen Weg nicht automatisch unkompliziert.
Für beide Vorschläge gehören Schuhe mit Profil, Wasser und eine zusätzliche Schicht ins Gepäck. Plane bei einer Busanreise Hin- und Rückfahrt für den tatsächlichen Wochentag, einschließlich der Wege zur Haltestelle. Beim Gipfelausflug setzt du einen großzügigeren Zeitrahmen an; am Moorwald kannst du den Tag bewusst klein halten. Wir empfehlen die beiden Orte als Alternativen und beschreiben keine Wanderverbindung zwischen ihnen.
Die Aufstiegsvarianten erklärt die Gemeinde Alberschwende. Karte und Basisdaten für den kürzeren Vorschlag findest du bei der Fohramoos-Rundwanderung am Bödele. Wähle den Weg, der zu deinem verfügbaren Tag passt, und lass der Landschaft genug Zeit.
Bildnachweis: Blick von Abendreute über Wiesen zum Brüggelekopf bei Alberschwende. Foto: Reinhard Müller / CC BY-SA 3.0. Bildquelle. Für die Webdarstellung skaliert, gegebenenfalls beschnitten und in ein Webformat umgewandelt.

