Eisenberg und Hohenfreyberg, Laubenbergerstein oder Alt-Trauchburg: Burgruinen im Allgäu nach Zustieg, Strecke und Rückweg auswählen.
Ein Burgbesuch im Allgäu kann ein kurzer Halt sein oder den ganzen Wandertag bestimmen. Für die Auswahl ist deshalb weniger die Zahl der erhaltenen Mauern entscheidend als der Weg dorthin. Diese drei Möglichkeiten unterscheiden sich deutlich: eine Runde zu zwei Nachbarburgen, eine Ruine mit kurzem Aufstieg und ein Wanderweg über den Sonneck.
Eisenberg und Hohenfreyberg: zwei Burgen in einer Runde
Bei Eisenberg liegen die beiden Ruinen so nah beieinander, dass Du sie auf einer Wanderung verbinden kannst. Die offizielle Burgenwanderung startet am Rathaus in Eisenberg und führt über die Schlossbergalm zu den Burgen, anschließend über Zell zurück.
Für die 5,49 Kilometer sind etwa zwei Stunden und 239 Höhenmeter angegeben. Die Route ist als leicht eingestuft; Besichtigungspausen kommen zur persönlichen Gehzeit hinzu. Plane beide Anlagen als Schwerpunkt ein und vergleiche ihre Grundrisse: Wo lagen Tore, Innenhöfe und Wohnbereiche? Damit wird die zweite Ruine mehr als ein weiteres Aussichtsfoto.
Die in der Tourbeschreibung erwähnte Erweiterung zum Schlossweiher ist ein zusätzlicher Abstecher. Sie gehört nicht automatisch zu den genannten rund fünfeinhalb Kilometern.
Laubenbergerstein: kurzer Zugang, spannende Wehrarchitektur
Die Ruine Laubenbergerstein liegt bei Immenstadt-Stein. Die Burgenregion Allgäu beschreibt einen kleinen Parkplatz unterhalb der Anlage und einen Aufstieg von etwa zwei Minuten. Das Gelände ist laut dieser Besucherinformation kostenfrei zugänglich; der Artilleriedonjon kann nur auf Anfrage besichtigt werden.
Schau hier besonders auf die Abfolge der Tore und Zwinger. Der Zugang zur Hauptburg wurde so angelegt, dass Angreifer mehrere gesicherte Abschnitte überwinden mussten. Das lässt sich auch bei einem kürzeren Aufenthalt nachvollziehen. Ein schnell erreichbarer Burghof bedeutet allerdings nicht, dass jeder Turm offen steht oder dass das Gelände stufenfrei ist.
Alt-Trauchburg: den Rückweg zuerst klären
Für Alt-Trauchburg gibt es mehrere Zustiege. Der offizielle Burgwanderweg ab Weitnau ist eine Streckenwanderung: Er führt über den Sonneck zur Ruine und weiter in Richtung Kleinweiler beziehungsweise Nellenbruck. Die veröffentlichten 4,93 Kilometer und etwa 1:45 Stunden beschreiben somit keine Runde zurück zum Ausgangspunkt.
Die mittelschwere Route enthält schmale und steile Abschnitte am Sonneckgrat. Wähle sie nur bei passendem Wetter und mit entsprechender Trittsicherheit. Wenn Du vor allem die Ruine sehen möchtest, prüfe einen kürzeren Zustieg separat, statt die beschriebene Wanderung unvorbereitet abzukürzen. Rückfahrt oder Rückweg gehören vor dem Start in den Plan.
So wird aus der Ruinenauswahl ein guter Ausflug
Für zwei Burgen mit zusammenhängender Runde passt Eisenberg. Für einen kurzen Besuch bei Immenstadt kommt Laubenbergerstein infrage. Alt-Trauchburg über den Sonneck ist die Wahl für einen bewussten Wandertag. An allen drei Orten bleibst Du auf freigegebenen Wegen und Treppen; historische Mauern sind keine Kletterflächen. Bei Nässe und Frost entscheidet der Zustand vor Ort über den Besuch.
Quellen und aktuelle Besuchshinweise
Geprüft am 21. September 2026. Maßgeblich für deinen Besuch sind aktuelle Öffnungen, Sperrungen und Hinweise vor Ort.
- Allgäu: Burgenwanderung Eisenberg und Hohenfreyberg
- Burgenregion Allgäu: Laubenbergerstein und Zugang
- Allgäu: Burgwanderweg ab Weitnau
Bildnachweis
Burgruinen Hohenfreyberg und Eisenberg aus der Luft. Aufnahme vom 27. Mai 2026. Foto: Clemenspool · CC0 1.0 · Originalbild und Quelle. Für die Webdarstellung verkleinert, umgewandelt und gegebenenfalls beschnitten.


