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Campus Galli: Mittelalterliches Handwerk bei Meßkirch erleben

Holz, Stein, Schmiede und Gärten: Entdecke die entstehende Klosteranlage bei Meßkirch und plane deinen Besuch vor der Winterpause 2026.

Ein Balken wird mit einer Axt bearbeitet, ein Werkzeug muss geschmiedet werden, und aus Wolle oder Leinen entsteht erst nach vielen Arbeitsschritten ein Gewebe. Auf Campus Galli bei Meßkirch bekommt das frühe Mittelalter eine sehr konkrete Form. Hier wächst eine Klosteranlage nach dem St. Galler Klosterplan mit Werkzeugen und Techniken des 9. Jahrhunderts. Der Reiz liegt im Entstehen: Ein Besuch richtet den Blick auf Arbeit, Material und Entscheidungen, die einem fertigen Gebäude vorausgehen.

Ein Plan wird zur begehbaren Baustelle

Grundlage des Projekts ist ein Klosterplan, der vor ungefähr 1.200 Jahren auf der Insel Reichenau gezeichnet wurde. Er ordnet die unterschiedlichen Aufgaben einer Klosteranlage räumlich. Auf Campus Galli wird diese Vorstellung Schritt für Schritt umgesetzt. Bereits errichtete Gebäude und laufende Bauplätze stehen deshalb nebeneinander. Nimm dir am Anfang Zeit für die Geländeübersicht: Welche Bereiche dienen dem Bauen, welche der Versorgung und welche dem täglichen Leben?

Diese Orientierung hilft, einen eigenen Schwerpunkt zu wählen. Statt möglichst schnell jede Station abzuhaken, kannst du zum Beispiel einem Material folgen. Wo wird Holz bearbeitet, wofür wird es gebraucht, und welche Werkzeuge kommen dabei zum Einsatz? Mit dieser Frage verbinden sich Werkstatt und Gebäude. Die sichtbare Arbeit erklärt mehr als ein einzelnes historisches Datum und bietet auch Kindern einen greifbaren Zugang.

Holz, Stein und Metall hängen zusammen

Zum Gelände gehören unter anderem der Abbundplatz mit den Holzhandwerkern, die Schmiede und die Steinmetzwerkstatt. Ein gutes Beobachtungsthema ist die Abhängigkeit der Arbeiten voneinander: Bevor ein Bauteil eingebaut werden kann, braucht es geeignetes Material und brauchbare Werkzeuge. Achte auf Formen, Oberflächen und die einzelnen Handgriffe. Frage nach, wenn sich eine Gelegenheit ergibt und die Arbeit dadurch nicht gestört wird.

Welche Handwerker und Gewerke du am konkreten Tag in Aktion erlebst, hängt vom Betrieb der Baustelle ab. Eine Station auf dem Geländeplan ist keine Garantie für eine laufende Vorführung. Auch Mitmachkurse sind gesonderte Angebote mit eigenen Terminen. Der Rundgang lohnt sich trotzdem als Blick auf Arbeitsplätze und Baufortschritt. Erwarte eine entstehende Anlage und plane genug Zeit ein, um einen Vorgang länger verfolgen zu können.

Auch Versorgung gehört zur Klosteridee

Weberei, Korbmacherei, Töpferei und Gärten erweitern den Blick über das Bauhandwerk hinaus. Hier lassen sich Fragen nach Kleidung, Aufbewahrung und Nahrung stellen. Für Familien bietet sich eine kleine Suchaufgabe an: Findet jeweils einen Gegenstand, der etwas transportiert, einen, der bei der Arbeit hilft, und einen, der zum Essen gehört. Besprecht anschließend, welche heutigen Dinge ähnliche Aufgaben erfüllen. Dafür braucht es keine zusätzliche Veranstaltung.

Eine Pause am Marktplatz teilt den Besuch angenehm auf. Die Betreiberseite nennt dort Gastronomie; mitgebrachtes Vesper ist ebenfalls möglich. Plane anschließend nur noch die Bereiche ein, für die wirklich Interesse übrig ist. Ein konzentrierter Rundgang mit Pausen vermittelt mehr als ein hastiger Schlusslauf über das ganze Gelände. Für zusätzliche Möglichkeiten in Meßkirch bietet der Ortsüberblick eine Ergänzung.

Das Besuchsfenster im Oktober 2026 nutzen

Bis 24. Oktober ist Campus Galli regulär Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Vom 25. Oktober bis einschließlich 1. November endet der Besuchstag um 17 Uhr. Montags ist geschlossen, außer an Feiertagen in Baden-Württemberg. Danach bleibt das Gelände über die Wintermonate geschlossen. Prüfe Änderungen und gegebenenfalls Führungsangebote kurz vor der Anreise. Mehrere Stunden mit Raum für Pausen sind für einen ersten Besuch sinnvoll.

Der Eingang liegt bei Hackenberg 92; vom Parkplatz führt ein kurzer Fußweg zur Kasse. Auf dem Gelände dominieren geschotterte Waldwege, deren Befahrbarkeit vom Wetter abhängt. Kläre besondere Mobilitätsbedürfnisse deshalb vorab. Die Betreiberseite nennt auch Busverbindungen, doch eure konkrete Hin- und Rückfahrt gehört in den aktuellen Fahrplan. Eine zusätzliche Schicht und Schuhe mit griffiger Sohle helfen bei einem längeren Aufenthalt draußen.

Beachte schließlich die Besucherordnung: Hunde bleiben an der Leine, Fotos sind nur für private Zwecke erlaubt, Filmen und Drohneneinsatz sind untersagt. Werkstätten und Tierbereiche haben Grenzen, die beim Beobachten respektiert werden müssen. Aktuelle Besuchsangaben findest du bei Campus Galli: Besuch planen; Hintergründe und laufende Projektnachrichten bietet die offizielle Campus-Galli-Seite.

Bildnachweis: Scheune auf Campus Galli bei Meßkirch, Aufnahme von 2024. Foto: Zollernalb / CC0 1.0. Bildquelle. Für die Webdarstellung skaliert, gegebenenfalls beschnitten und in ein Webformat umgewandelt.