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Cham: Kunst, Stadttor und eine Pause am Regen

© Rosa-Maria Rinkl; keine eigene inhaltliche Bearbeitung, Webdarstellung kann skalieren oder beschneiden.

Biertor, Museum SPUR, Cordonhaus und Quadfeldmühle: Stelle Dir in Cham einen Kultur- und Familientag mit sinnvoller Spielpause zusammen.

Cham lässt sich gut über unterschiedliche Blickwinkel entdecken: ein erhaltenes Stadttor, moderne Kunst, ein Haus mit wechselnden Ausstellungen und ein Freizeitgelände für die Pause danach. Das ergibt einen Stadtbesuch, bei dem Geschichte und Gegenwart zusammenkommen, ohne dass Du den ganzen Tag im Museum verbringen musst. Gerade mit Kindern oder einer Gruppe mit unterschiedlichen Interessen lohnt sich diese Mischung.

Die vier Ziele sind keine Liste, die Du vollständig abarbeiten musst. Beginne mit einem Kulturangebot, das Euch interessiert, und ergänze einen Außenbesuch oder eine Bewegungsrunde. Für die Museen zählt vor allem der passende Wochentag: Ihre Ausstellungsräume sind nicht jeden Vormittag spontan geöffnet.

Biertor: Ein kurzer Halt mit einer langen Geschichte

Am Biertor in Cham rahmen zwei runde Türme die Durchfahrt. Von den früheren vier Chamer Stadttoren ist es das einzige erhaltene. Der ältere Name Burgtor erinnert an die benachbarte Burganlage; der heutige Name setzte sich nach der Einrichtung einer Weißbierbrauerei im 17. Jahrhundert durch.

Von der Brücke am Regen kannst Du den Bau und seine Wirkung im Stadtbild gut betrachten. Suche mit Kindern nach den Formen der Türme oder dem Stadtwappen. Dieser Halt ist eine Außenbesichtigung, kein frei zugänglicher Turmrundgang. Achte beim Fotografieren auf den Verkehr und halte die Durchfahrt sowie Gehwege frei.

Museum SPUR: Farben, Formen und Filmgeschichte

Das Museum SPUR liegt im ehemaligen Armenhaus am Regen. Hier begegnen Dir Arbeiten der Künstlergruppe SPUR, die von 1957 bis 1965 zusammenarbeitete. Malerei, Plastiken und Papierarbeiten geben unterschiedliche Zugänge zur experimentellen Kunst. Du brauchst kein kunsthistorisches Vorwissen: Wähle zunächst ein Werk, an dem Farbe, Material oder Form Deine Aufmerksamkeit festhalten.

Das Gebäude erzählt außerdem Filmgeschichte. Es war 1959 ein Drehort von Bernhard Wickis „Die Brücke“; eine kleine Dauerausstellung erinnert daran. Dadurch ergänzt der Museumsbesuch den Blick auf den Regen um einen ganz anderen Zusammenhang. Für Familien ist die Kombination hilfreich, wenn nicht alle denselben Zugang zur bildenden Kunst haben.

Der Eintritt ist frei. Die reguläre Saison reicht von Ostern bis Dreikönig; geöffnet wird am Mittwoch, Samstag, Sonntag und an Feiertagen am Nachmittag. Für andere Zeiten braucht es eine Vereinbarung.

Cordonhaus: Eine zweite Kunstadresse mit eigenem Programm

Im Cordonhaus stehen kuratierte Wechselausstellungen zeitgenössischer Kunst im Mittelpunkt. Hier lohnt der Blick auf das aktuelle Programm besonders: Ein späterer Besuch kann andere Materialien, Künstler und Fragestellungen bieten. Im Haus finden außerdem Kulturveranstaltungen statt; diese haben eigene Termine.

Entscheide bewusst, ob Du beide Kunsthäuser besuchen möchtest. SPUR und Cordonhaus sind eigenständige Angebote. Wer gern länger bei einzelnen Werken bleibt, kann sich für eines entscheiden und das andere für einen weiteren Aufenthalt vormerken. Die Galerie öffnet regulär von Mittwoch bis Sonntag nachmittags, donnerstags länger. Umbauphasen und besondere Schließtage gelten zusätzlich; an Allerheiligen bleibt sie geschlossen. Der Zugang ist für Rollstühle nicht barrierefrei.

Quadfeldmühle: Platz für Bewegung statt der nächsten Ausstellung

Das Freizeitgelände Quadfeldmühle bringt einen anderen Rhythmus in den Stadtbesuch. Spielplätze, offene Ball- und Spielwiesen, Streetball und Beachvolleyball stehen neben Sitznischen für Pausen. Wenn Ihr gezielt spielen möchtet, könnt Ihr einen passenden Ball mitbringen.

Die Anlage ist kostenlos nutzbar. Wähle Dein Programm nach den tatsächlichen Bedingungen auf Wiesen und Spielflächen. Nach Regen ist eine kurze Spielpause etwas anderes als ein längeres Ballspiel auf nassem Untergrund. Beachte die Regeln und ausgewiesenen Nutzungszeiten vor Ort. Der Parkplatz P3 Altstadt Süd II an der Janahofer Straße ist ein möglicher Anlaufpunkt.

Eine passende Reihenfolge für Deinen Chamer Tag

Lege zuerst den Museumsbesuch mit seinem Öffnungsfenster fest. Biertor und Außenzeit lassen sich darum herum planen. Wer morgens ankommt, kann zunächst die Stadt betrachten und den Kunstbesuch für den Nachmittag vorsehen. Mit Kindern passt anschließend die Quadfeldmühle als bewusst anderer Baustein.

Für einen Regentag wählst Du eines der geöffneten Kunsthäuser als Hauptziel. Bei trockenem Wetter bekommen Stadttor, Regen und Spielpause mehr Raum. So entsteht ein persönlicher Tagesplan mit vier unterschiedlichen Möglichkeiten, ohne dass aus einem entspannten Besuch ein Wettlauf zwischen Sehenswürdigkeiten wird.